Technik für die artgerechte Haltung Europäischer Landschildkröten

Wärme und Licht

Europäische Landschildkröten entstammen dem Mittelmeerraum und sind wechselwarme Tiere. Sie sind darauf angewiesen, dass wir ihnen die klimatischen Bedingungen ihres Ursprungs-Habitats in unserem wesentlich kühleren und feuchteren nordeuropäischen Klima simulieren. Das heißt keinesfalls, dass man diese Tiere im Terrarium halten sollte, was sie überhaupt nicht vertragen. Da eine artgerechte Haltung ohne Technik in unserem Klima nicht möglich ist, hält man die Tiere naturnah im Garten, allerdings mit beheiztem Frühbeet und Freigehege.
Dazu benötigt man ein hochwertiges, möglichst großes und stabiles Frühbeet aus 16 mm Hohlkammerplatten, am besten aus UV-durchlässigem Plexiglas-Alltop© (z.B. Beckmann, Hoklartherm, GFP). Es gibt Frühbeete, die komplett montiert geliefert werden und über eine integrierte Überwinterungsgrube mit „Fressfeindeschutz“ verfügen (Soli Animalis).
Für eine artgerechte Haltung ist im Frühbeet eine Heizung für die Grundtemperatur und eine warme, helle Sonnenlampe unerlässlich.
Ebenso muss ein Freigehege vorhanden sein, damit die Tiere großzügigen Auslauf haben, ihrer Natur entsprechend Wildkräuter weiden können und natürliche UV-Strahlung bekommen. Einem ausgewachsenen Tier sollten mindestens 10 m2 Freigehege zur Verfügung stehen, wobei größer immer besser ist. In der artgerechten Haltung orientieren wir uns an Klimatabellen des Ursprungshabitats, an Wetterdaten und an Fachliteratur (z.B. Kleintierverlag, Wegehaupt Verlag).
Die Möglichkeit für die Schildkröten, sich tagsüber auf ihre Vorzugstemperatur von 38 Grad zu bringen, sollte über die gesamte Aktiv-Saison vorhanden sein. Gibt es diese Möglichkeit nicht, drohen den Tieren in dieser sogenannten „Kalthaltung“ schwerste schmerzhafte Erkrankungen bis hin zum Tod. 

Sicherheitshinweis:

Alles rund ums Frühbeet verwendete technische Equipment (Heizgeräte, Kabel, Steckdosen, Steuerungstechnik etc.) sollte für die dauerhafte Nutzung im Außenbereich beziehungsweise für die Verwendung im Gewächshaus geeignet und dementsprechend gekennzeichnet sein. Die hier aufgeführten Empfehlungen beruhen auf Erfahrungen langjähriger Halter, jegliche Haftung für aus der Anwendung entstehende Schäden ist ausgeschlossen. Die Absicherung der technischen Installationen mit einem Personenschutzschalter („FI-Schalter“) in der Verteilung ist unerlässlich. Vor Inbetriebnahme der Frühbeet-Technik sollte ein Fachmann die Betriebssicherheit überprüfen.

Welches Equipment benötigt man als Hobby-Einsteiger?

Die Heizung für die Grundtemperatur

Es empfiehlt sich, alle Technik zeit- und temperaturgeführt über Thermostate zu steuern und die Temperaturen stets mittels verschiedener Thermometer auf Schildkrötenhöhe zu überwachen.                                                                                                                             
Problemlos können im Frühbeet spritzwassergeschützte Elektro-Gewächshausheizer (z.B. Biogreen, Waldbeck) und im Gewächshaus auch Umluftheizungen (z.B. MacGreen, Elektrotherm) genutzt werden. Viele Halter stellen einen Gewächshausheizer platzsparend in einer Ecke des Frühbeetes auf ein Schlafhaus oder hängen ihn an einer Halterung auf. Diese Geräte bringen Frühbeet und Gewächshaus schnell auf Temperatur und werden wie alle Heizgeräte über Thermostatsensoren auf Schildkrötenhöhe gesteuert.
Manche Halter verwenden Gewächshaus-Wärmematten oder Heizkabel im Deckel eines Schlafhauses („Deckelheizung“). Hierbei müssen alle Tiere nachts im beheizten Schlafhaus gesichert werden, damit sie nicht unzureichenden Temperaturen ausgesetzt sind.                                                                                                                   
Immer öfter werden Gewächshaus-Rohrheizungen (z.B. Royal Gardineer, Hunecke) genutzt. Diese werden für die Tiere unerreichbar angebracht, da sie an der Oberfläche hohe Temperaturen erreichen.
Alternativ und bei Stromausfall werden gelegentlich Gas-Heizungen (z.B. Dema, Biogreen) verwendet, bei denen außer auf Schutz vor Verbrennungen auf ausreichende Frischluftzufuhr geachtet werden sollte.
Früher wurde für Standard-Frühbeete oft ein Elstein-Strahler empfohlen. Dabei handelt es sich um einen Dunkelstrahler, der Strahlungswärme, aber kein Licht abgibt, und an der Oberfläche hohe Temperaturen erreicht. Zum Schutz vor Verbrennungen wird er in einem hitzebeständigen Lampenschirm mit Schutzgitter und Keramikfassung betrieben. Wegen der Brandgefahr durch Brennbares (Laub, Stroh, Holz) im Strahlungsbereich und der damit einhergehenden Sicherheitsbedenken werden diese Strahler stets seltener verwendet. 

Regeltechnik

Bei den Steuerungsgeräten ist die Auswahl an komplett spritzwassergeschützten Geräten gering: Nur das Universalthermostat „Biogreen Thermo 2“ ist offiziell für die Verwendung im Gewächshaus geeignet. Es handelt sich hierbei um ein einfach zu bedienendes Universalthermostat.
Um die Lebensdauer seiner Steuerungsgeräte zu verlängern, kann man sie außerhalb des Frühbeets in einer Kabel-Box feuchtigkeits- und hitzegeschützt unterbringen. Ein regenerierbares Luftentfeuchter-Kissen darin sorgt dafür, dass alles trocken bleibt. 

Der Sonnenplatz für die Vorzugstemperatur

Für tagsüber benötigt man für den Sonnenplatz mit lokal 38 Grad auf Panzerhöhe des größten Tieres ein helles, warmes Leuchtmittel, auch „Basking-Spot“ genannt. Es wird in einer Keramik-Lampenfassung betrieben.
Ein Reflektor-Schirm bündelt die Strahlung auf den gewünschten Bereich und dient dem Schutz vor Wassertropfen. Ein Schutzgitter unten am Lampenschirm fängt anfallende Scherben auf. Zum Schutz der Tiere sollten regelmäßig die Temperaturen auf Panzerhöhe ermittelt werden.
Man findet im Terrarien-Bedarf viele geeignete helle und warme Leuchtmittel für Reptilien. Bei der Auswahl sollte man neben der Wattstärke auf die Größe des Leuchtmittels achten. Hat man mehrere Tiere, wählt man ein großes Leuchtmittel, das einen weiten Abstrahlwinkel hat („Flood“). Hat man nur ein Tier im Frühbeet, so kann man auch „Spot“-Strahler verwenden. Bei mehreren adulten Tieren wird eventuell ein zusätzlicher Sonnenplatz benötigt.
Den Sonnenplatz kann man -zusätzlich zur Zeitschaltuhr für den Außenbereich- über ein Universalthermostat steuern, damit er an warmen Sommertagen nicht unnötig brennt. Dafür hängt man den Temperaturfühler für die Tiere unerreichbar auf Schildkrötenhöhe in den Schatten.

Der automatische Fenster-Öffner­ kann Leben retten

Ein automatischer Fenster-Öffner hebt bei hohen Temperaturen mechanisch den Frühbeet-Deckel oder das Gewächshaus-Fenster zum Lüften an und schützt so vor Überhitzung und Hitzschlag. Deshalb sollte man immer einen Fenster-Öffner nutzen, und bei starker Sonneneinstrahlung die Deckel manuell aufstellen und Frühbeet oder Gewächshaus schattieren. Für Frühbeete eignen sich Bast- oder Schilfmatten, die etwas größer sind als die Deckel des Frühbeetes. Auf Gewächshäusern kann man spezielle Schattier-Netze anbringen. Es gibt auch Solar-Ventilatoren, die für zusätzliche Luftbewegung sorgen. 

Mikroklima

Für ein gutes Mikroklima und genügend Feuchtigkeit im Frühbeet pflanzt man einige mediterrane Versteckpflanzen, zum Beispiel Rosmarin, Lavendel oder Salbei. Den Wurzelbereich hält man feucht. Gedeihen diese Pflanzen, so passt das Mikroklima in der Regel auch für die Schildkröten.

Lamellenvorhang

Zum Schutz vor Wärmeverlust und Zugluft in den Übergangszeiten, und bei kaltem Wetter im Sommer, empfiehlt sich die Verwendung eines überlappenden Lamellenvorhangs aus Weich-PVC, um Wärmeverlusten vorzubeugen. Der Vorhang wird bei geöffneter Türe vor den Eingangsbereich gehängt.

Die Winterstarre in Grube oder Kühlschrank

Verfügt man über eine vor Frost und Fressfeinden geschützte Überwinterungsgrube, so sichert man nach dem allmählichen Herunterfahren der Tiere die Grube für die Winterstarre auf 5 Grad Mindesttemperatur ab. Dies erfolgt mithilfe einer Heizung, die über ein Universalthermostat gesteuert wird. Als Heizung können, je nach Wärmebedarf, die oben für die Grundtemperatur angegebenen Optionen eingesetzt werden. Im Frühjahr erhöht man allmählich die Temperaturen, und die Tiere starten in die neue Saison.
Alternativ kann man die Schildkröten im auf 5-6 Grad eingefahrenen und mittels Not-Aus abgesicherten Kühlschrank in Boxen mit Erde und Laub überwintern.

Die Tiere sollten nach dem Herunterfahren und Ruhen bereits fest im Frühbeet gestarrt haben, bevor sie in den vorbereiteten Kühlschrank in ihre Boxen umgesetzt werden. Alle paar Tage wird der Kühlschrank kurz gelüftet, und die Substratfeuchte kontrolliert. Dann werden die Tiere gelegentlich gecheckt und gewogen. Am Ende der Starre werden die Schildkröten fest starrend zur Auswinterung ins Frühbeet zurückgesetzt. Dort werden die Temperaturen allmählich hochgefahren und die neue Saison beginnt.

Anleitung Kühlschranküberwinterung

Foto unten Mitte: Frühbeet von Yvonne Wießners Testudo horsfieldii Rafael

Thermometer

Wichtig ist rund ums Schildkrötenjahr, in der Saison und auch in der Winterstarre, eine zuverlässige Temperaturüberwachung durch Thermometer mit Temperaturalarm.
Funkthermometer mit Temperaturalarm warnen lokal vor Ort in einem Bereich von ungefähr 30 Metern. Smartthermometer, zum Beispiel von „Mobile Alerts“ oder „WeatherHub“, schicken bei Abweichung vom eingestellten Temperaturbereich einen Alarm aufs Handy. Die Sensoren funken dazu die Messwerte an ein Gateway, welches die Daten dann ins Internet einspeist.
Ist keine der beiden Methoden geeignet, weil Funk oder W-Lan nicht weit genug reichen, kann man einen GSM Temperaturwächter nutzen. Diese Methode ist auch als zusätzliche Absicherung von Frühbeet und Kühlschrank sehr gut geeignet, weil sie auch im Falle eines Stromausfalls informiert.                                                                                           
Sonden-Thermometer überwachen die Temperatur im Substrat, das ist besonders wichtig bei der Überwinterung und in den Übergangszeiten. Bei der Kühlschranküberwinterung wird zum Beispiel hinten in den Starre-Boxen unterm Laub im Substrat gemessen.   
Ein Infrarot-Thermometer ermöglicht die berührungslose Messung der Substrat-Temperatur und die Messung der Temperatur auf Panzerhöhe unter der Sonnenlampe.
Ein gutes Temperaturmanagement ist sehr wichtig für die Gesundheit unserer Tiere. 

Reservetechnik

Aus Sicherheitsgründen sollte man alle wichtigen Komponenten wie Heizung, Leuchtmittel in verschiedenen Wattstärken, Lampenfassung, Kabel, Thermometer und Thermostate in Reserve bereithalten. Leider treten Defekte meist an Feiertagen oder Sonntagen auf, und gelegentlich reicht die Heizleistung nicht aus.
Live-Chats mit Beratung
zur artgerechten Haltung Europäischer Landschildkröten mit Technik und zur kontrollierten Kühlschranküberwinterung findet man in folgender Facebook-Gruppe:
www.facebook.com/groups/starregruppe
Text: Frauke Hustinx, 

Warmhaltung

Warum ein Frühbeet mit Technik für die Haltung von Europäischen Landschildkröten unerlässlich ist

Technik und ein hochwertiges Frühbeet aus 16 mm Hohlkammerplatten sind unseren Breiten unerlässlich, um unsere Tiere bis ins hohe Alter gesund zu erhalten. Haben unsere Schützlinge nicht die Möglichkeit, sich auf Temperatur zu bringen, oder werden sie zu kalt überwintert, so drohen schwere Krankheiten und Stoffwechselstörungen bis hin zum schmerzhaften langsamen Tod durch Organversagen.

Manche Tiere werden völlig falsch ohne externe Wärmequelle und zum Teil sogar ohne Frühbeet gehalten und müssen durch Organschäden und Gicht jahrzehntelang furchtbare Schmerzen ertragen, bis sie dann schlussendlich verenden. Dass die Tiere so viele Jahre überleben, hängt ausschließlich mit der hohen Leidensfähigkeit dieser Tiere zusammen. Das ist kein Beleg dafür, dass es auch „ohne Technik“  geht. 

Meine Tierärztin sagt gerne, dass „wohl niemand seine Schildkröten kalt halten würde, wenn die Tiere ihre Schmerzen durch Schreie äußern könnten“. Das sollte eigentlich jedem Zweifler zu denken geben.

Nicht vergessen sollte man in dieser Hinsicht, dass die Tiere in guter Haltung bis zu 100 Jahre alt werden könnten. 

Unser Klima ist im Vergleich zum Habitat zu kalt und feucht mit zu wenig Sonnenstunden. Es gilt, im Frühbeet so gut wie möglich ein „mediterranes Mikroklima“ zu erzeugen. Dies ist ohne Technik nicht machbar.

Technik umfasst auch den Bereich der geschützten Überwinterung

Das heißt, man legt eine vor Frost und Fressfeinden geschützte Überwinterungsgrube unter dem Frühbeet an, und lässt die Tiere keinesfalls ungeschützt im Freiland überwintern. In der Grube wird mit der nötigen Technik ( Heizmatten, Heizlüfter) für die richtigen Überwinterungstemperaturen nicht unter 4 Grad gesorgt. 

Ist diese Form der Überwinterung nicht realisierbar, so sollte kontrolliert im Kühlschrank überwintert werden bei 4,5- 7 Grad.

Im Schildkrötenschutz setzen sich viele Mitstreiter ehrenamtlich für die artgerechte Haltung von Europäischen Landschildkröten ein. Leider ist das  Grundbedürfnis  dieser wechselwarmen Tiere nach Wärme vielen Haltern nicht bekannt oder wird als „überflüssig“ abgetan.

Wir halten es jedoch für unerlässlich, im Frühbeet oder Gewächshaus  einen Sonnenplatz (warme helle Lampe, unter der 38 Grad auf Panzerhöhe erreicht werden) und eine Heizung für die Grundtemperatur ( Heizlüfter, Elsteinstrahler) anzubieten. 

Das Ganze wird pflegeleicht über Thermostate und Zeitschaltuhren gesteuert.

Anfängern, die nicht die Möglichkeit haben, Strom ins Frühbeet zu legen, ist dringend von der Haltung abzuraten.

Artgerechte Haltung von Europäischen Landschildkröten ist ohne Frühbeet und Technik nicht machbar.  Es ist kein günstiges Hobby, das sollte jedem Anfänger bewusst sein, zumal die Energiekosten wohl nie mehr sinken werden und auch ein hochwertiges Frühbeet eine Investition (vor allem in die Gesundheit der Tiere) darstellt.

Aber wenn man es richtig macht, wird man ein ganzes Leben lang viel Freude an seinen Tieren haben.

Foto: Ein 16 mm Alltop Frühbeet, ausgestattet mit Heizlüfter und Sonnenplatz, Tier aus vorheriger nicht artgerechter Haltung 


"Bauanleitung" Hydroponikanlage für Futterpflanzen 

von Rita KLEIN , Autorin des Schildkröten-Krimis 

"Die Buchstaben-Tiere" aus dem kleintierverlag.de

Benötigtes Material: 

4 beliebig lange PVC-Rohre, Durchmesser 110 mm 

2 Balkenfüße 

2 Balken 

8 Rohrschellen 

7 Reduktionsdinger, 110 mm x 50 mm, exzentrisch 

4 Doppelmuffen 

1 Bogen 110 mm, 88 Grad 

7 50er Bögen, 88 Grad 

1 Rohr 50 mm x 2 m 

Gleitmittel 

großer Eimer 

Aquariumpumpe 

 

Benötigtes Werkzeug: 

 1 Dosenbohrer 

1 Akkuschrauber 

Bohrer 8 mm 

Messer 

Säge 

 

Um in den Besitz einer Hydroponikanlage zu gelangen, musste ich vorausschauend planen und habe rechtzeitig (vor annähernd 30 Jahren) zwei Söhne in die Welt gesetzt. Diese beiden Jungs habe ich bereits im zarten Alter von 2 Jahren mit diversen Werkzeugen vertraut gemacht. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass der Ältere die Werkzeuge gerne zweckentfremdete bzw. sie für seine zerstörerische Vorhaben einsetzte. So sägte er Stuhlbeine ab oder bohrte nette Muster in die Tischplatte. Diese Kreativität lebt er heute in der Notaufnahme aus. Er sägt dort Beine ab und bohrt nette Muster in menschliche Körper.
Der Jüngere meiner Söhne dagegen entwickelte sich bald zu einem fähigen Handwerker, der mit den zur Verfügung gestellten Werkzeugen gerne Dinge montierte und mit den Jahren ein richtiger Allrounder wurde.
Diesem Sohn beschrieb ich mit vielen Worten und wenigen Bildern aus dem Internet meinen Wunsch. Gerne hätte ich eine Fotodokumentation zum Bau der Anlage angefertigt, aber immer, wenn ich in seine Nähe kam, wurde ich mit den Worten „Geh kochen“ oder „Hol mir mal ein Bier“ verscheucht. Wahrscheinlich fürchtete er sich vor meiner Unterstützung, die meistens mit den Worten „Könnte man das nicht so machen?“ oder „Soll ich da mal drücken?“ beginnt und dann bald im Chaos endet. Meine Hydroponikanlage sollte anfangs im Gewächshaus stehen. Dort baute sie mein Sohn auch auf und weil er zu faul war, die Balkenfüße in die Erde zu schlagen, lehnte er die Anlage nur an und verkeilte die Balken, damit die Anlage nicht umfallen konnte. Der Wassereimer mit der Pumpe stand daneben und die Anlage wurde in Betrieb genommen. Nach zwei Tagen musste ich feststellen, dass das Wasser in der Anlage im Gewächshaus viel zu heiß wurde, die Pflanzen, die sich bereits in der Anlage befanden, wurden gekocht. Mein Sohn wollte den Eimer in der Erde versenken, was auch eine gute Idee war, aber die Katzen warfen die Anlage in der Nacht um, das Wasser lief aus, die Pumpe hauchte mangels Wasser ihr Leben aus. Im nächsten Anlauf bat ich meinen Sohn, die Hydroponikanlage vor dem Gewächshaus im Gehege aufzubauen. Da sich der Stromanschluss für die Pumpe nun auf der anderen Seite der Anlage befand, musste die Hydroponikanlage gedreht und gewissermaßen auf den Kopf gestellt werden, damit die Neigung der Rohre wieder stimmte. Das Umbauen ging relativ schnell, ich habe meinen gebeutelten Sohn dabei übermäßig gelobt, ihm gesagt er sei mein Lieblingskind und ihm kräftig den Bauch gepinselt. Nachdem die mit dem Dosenbohrer gebohrten und dem Messer entgrateten Löcher für die Gitterkörbchen in den Rohren wieder nach oben zeigten, der Wasserstand in sämtlichen Rohren perfekt war, habe ich die Anlage mit in Tabs vorgezogenen Wildkräutern bestückt. Der Eimer mit der neuen Pumpe ist halb in die Erde eingegraben, das Wasser wird selbst bei 38 Grad Außentemperatur nicht zu warm. Jeden zweiten Tag muss ich 5 Liter Wasser in dem Eimer auffüllen. Die Pflanzen sind aber auch noch sehr jung. Wenn sie gewachsen sind, werden sie bestimmt mehr Wasser benötigen. 

 

Ankündigung des Buches "Die Buchstaben-Tiere": 

https://www.testudowelt.de/?p=14793 

Interview mit der Autorin: 

https://www.testudowelt.de/?p=14841 

Zum Buch: 

https://kleintierverlag.de/Schildkroeten-Krimi-Schildkroetenkrimi-Rita-Klein-Kleintierverlag 

Artikel in der Bild-Zeitung: 

https://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-aktuell/frankenthal-19-schildkroeten-gerettet-rita-und-die-panzer-bande-77750552.bild.html