🌱 Warum Kapuzinerkresse ein Sonderfall ist

Licht spielt kaum eine Rolle, die Keimung wird bei dieser Art primär durch:
- Feuchtigkeit
- Temperatur
- Sauerstoffversorgung
gesteuert, nicht durch Lichtreize.
Damit gehört sie botanisch zu den sogenannten lichtunabhängigen Keimern.
👉 Trotzdem wird sie relativ tief gesät
Kapuzinerkresse wird normalerweise etwa 1–2 cm tief ausgesät.
Der Grund ist rein praktisch:
- sehr große Samen
- trocknen an der Oberfläche schnell aus
- sind sonst attraktiv für Vögel oder Insekten
Das wird oft mit „Dunkelkeimer“ verwechselt, ist aber biologisch nicht korrekt.
🐢 Bedeutung für Schildkrötengehege
Vorteile
✔ Sehr schmackhaft
✔ Schnelles Wachstum
✔ Gute Sommer-Ergänzungspflanze
✔ Blätter und Blüten werden gern gefressen

Einschränkungen
⚠ Einjährig
⚠ Wird oft sehr stark abgefressen
⚠ Trägt kaum zur dauerhaften Vegetationsstabilität bei
Sie ist also eher:
👉 Saisonale Futterpflanze
👉 Struktur- und Schattenspender
👉 „Lückenfüller“ im Gehege
🌿 Praktische Aussaatempfehlung
- Saattiefe: ca. 1–2 cm
- Warmer Boden notwendig
- Direktsaat funktioniert am besten
- Keimung meist sehr zuverlässig
📌 Kurzfazit
Wenn man streng wissenschaftlich ist, gibt es bei Wildkräutern neben Dunkelkeimern und Lichtkeimern eine dritte Kategorie, die oft vergessen wird, und zwar die lichtunabhängigen Keimer.
| Pflanze | Keimtyp | Praxis |
|---|---|---|
| Kapuzinerkresse (𝘛𝘳𝘰𝘱𝘢𝘦𝘰𝘭𝘶𝘮 𝘮𝘢𝘫𝘶𝘴) | Lichtunabhängig | Wird aus praktischen Gründen tiefer gesät |