Futter und Kalzium

Rund um die artgerechte Ernährung von Landschildkröten

Die Ernährung Europäischer Landschildkröten sollte ausschließlich aus langfaserigen, auf mageren Böden gewachsenen Wildkräutern und geeigneten Baum-, Strauch- und Blütenblättern bestehen. Sie sind herbivore Nahrungsopportunisten, also überwiegende Pflanzenfresser.

Vortrag Ernährung

Der neue Vortrag bietet eine fundierte Einführung in die Grundlagen der Ernährung von Landschildkröten. Er richtet sich an Halter, die sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen möchten.

Inhalte des Vortrags:

  • Herbivore und omnivore Ernährung
  • Verdauung bei Landschildkröten
  • Stoffwechsel
  • Kalzium-Phosphor-Verhältnis
  • Kalziumversorgung
  • Auswahl geeigneter Pflanzen
    • Informationsquellen
    • Giftpflanzen
    • Futterpflanzen
    • Möglichkeiten des Eigenanbaus

Das Verdauungssystem

Das gesamte Verdauungssystem der Europäischen Landschildkröten ist auf die Verdauung langfaseriger Wildkräuter ausgerichtet. Der Schildkröten-Magen ist relativ klein, und auf die Verarbeitung geringer Nahrungsmengen ausgerichtet. Als Weidegänger laufen die Schildkröten täglich bis zu 3 km, um ihren Futterbedarf zu stillen. Sie fressen meist nur ein Blatt hier, ein Blatt dort, und nehmen so jeweils kleine Mengen einer großen Vielfalt an Pflanzen zu sich. Dennoch sind unsere Tiere als sogenannte Nahrungsopportunisten keine reinen Pflanzenfresser. Bei Gelegenheit fressen sie beispielsweise Kot (Koprophagie) und Aas. Schnecken und Würmer werden auch gelegentlich gefressen. Beim Fressen von Schnecken entsteht durch Verschleimung Erstickungsgefahr. Man sollte daher alle Reste mit einem nicht fusselndem Stofftuch entfernen, und das Maul mit Tomate oder Himbeere einreiben. Die darin enthaltene Fruchtsäure löst den Schleim an. Sollte Atemnot auftreten, so sollte man für Hilfe schnellstmöglich den Reptilientierarzt aufsuchen.
Blind- und Dickdarm sind bei Herbivoren besonders wichtig. Sie bilden Gärkammern, in denen mit Hilfe der Darmflora die harten Rohfasern abgebaut und verwertet werden.
Deshalb sollte ein geeignetes Futter für Europäische Landschildkröten nur wenig leicht verdauliche Bestandteile wie Zucker und andere Kohlenhydrate enthalten. Stattdessen ist ein hoher Anteil an strukturierter Rohfaser wichtig, bei gleichzeitig geringem Proteingehalt bis etwa 8 %.
Fehlt strukturierte Rohfaser im Futter, oder wird sie durch leicht verdauliche Substanzen, wie Stärke oder Zucker, ersetzt, kann es zu Fehlgärungen im Darm kommen. Diese führen zu einer stark verkürzten Passagezeit des Futters und einer gestörten Darmflora – Teile der Bakterienflora werden verdrängt oder sterben ab. In der Folge verlieren die Schildkröten Flüssigkeit und erkranken häufig an schwer behandelbarem Durchfall. Auch parasitäre Infektionen werden dadurch begünstigt.

Da Wasser in ihrem natürlichen Lebensraum über lange Zeiträume knapp ist, haben sich Europäische Landschildkröten darauf eingestellt, die Endprodukte des Eiweißstoffwechsels in Form wasserunlöslicher Harnsäuresalze (Urate) auszuscheiden. So bleibt dem Körper wertvolles Wasser erhalten. Diese Anpassung funktioniert jedoch nur bei eiweißarmer Ernährung. Führt eine zu proteinreiche Fütterung zur übermäßigen Bildung von Uraten, können diese nicht mehr vollständig ausgeschieden werden. Die Folge sind Nierenschäden bis hin zum völligen Nierenversagen sowie eine schmerzhafte, oft tödlich verlaufende Gichterkrankung.

Für die effektive Verdauung von faserreicher Nahrung ist es unerlässlich, dass die Tiere einerseits jederzeit Zugang zu Trinkwasser haben, und andererseits ihre optimale Körpertemperatur (Vorzugstemperatur 35-38 °C) erreichen. Dies geschieht in der Natur durch Sonnenbäder und sollte in der Haltung durch eine starke, warme UV-Lichtquelle simuliert werden, die den „Sonnenplatz“ lokal erwärmt. Gleichzeitig ist es wichtig, den Tieren auch kühlere Rückzugsorte zur Verfügung zu stellen. Licht und Wärmestrahlung durch eine Heizung in Warmhaltung fördern die Aktivität sowie den Appetit der Tiere. Mittels verschiedenen Thermometern behält man die Temperaturen bei den Tieren im Blick. Die Darmpassage, bis die Stoffwechselendprodukte als Kot ausgeschieden werden, kann leicht zwei Wochen betragen, bei sehr harten Wildkräutern, wie Disteln, sogar länger.

Gänsedistel wird sehr gerne gefressen und ist ein gesundes, langfaseriges Wildkraut.

Obst und Gemüse?

Obst und Gemüse können nicht gut verdaut werden und enthalten zuviel Zucker, und zu wenig Rohfaser, deshalb sollten sie grundsätzlich nicht gefüttert werden. Zucker kann zu einem explosionsartigen Anstieg von Darmparasiten führen.

Bittersalate- eine Notlösung

In der Regel ist es rund ums Jahr kein Problem, Wildkräuter zu finden. Schwierig wird es bei einer dichten Schneedecke. Bei Tieren, die aufgrund von Krankheit nicht in die Starre dürfen, kann es dann Probleme geben, die nötigen Kräuter zu sammeln. In solchen Fällen ist es durchaus in Ordnung, kurzzeitig als Ersatz Bio-Bittersalate zu füttern. Nach dem Waschen werden sie mit getrockneten Wildkräutern überstreut, um sie mit mehr Rohfasern anzureichern. Gut geeignet zu diesem Zweck sind Romana-Salat, Chicorée, Rucola und Feldsalat in Bio Qualität. Sehr gut angenommen wird Riesen-Löwenzahn, der häufig beim mediterranen Gemüsehändler erhältlich ist. Zum Überstreuen kann man gut selbst getrocknetes, zerbröseltes Kräuterheu, Agrobs Fibre und getrocknete Blüten verwenden. So rasch wie möglich sollte dann wieder auf reine Wildkräuter-Fütterung umgestellt werden.

Agrobs, Crushed Sepia, Algenkalk & Kräuterheu
Verschiedene handelsübliche getrocknete Wildkräuter und duftende Blüten, die im Hochsommer, aber auch zur Aufwertung bei notgedrungener Salatfütterung als Rohfaser-Ergänzung gefüttert werden können.

Ein Selbstversorgergehege rund ums Jahr

Idealerweise versorgen sich die Tiere selbst in ihrem Gehege, das nennt man ein „Selbstversorgergehege“. Hier können die Tiere wie im Habitat auf Weidegang gehen. Man sorgt dort stets für frisches Futter, indem man mehrmals im Jahr gemischte Wildkräutersamen aussät. Ein schönes Beispiel für ein Selbstversorgergehege sieht man hier:

Diese aussagekräftigen Gehegefotos wurden netterweise von Susi Ristow zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Die Futterauswahl

Verbreitete, leicht zu findende Futterpflanzen für „Einsteiger“

Von den geeigneten Futterpflanzen für Schildkröten kommen einige in Mitteleuropa, insbesondere in Acker- und Wiesenlandschaften, häufig vor. Zu den häufigen Arten zählen:

1. Ackersalat (Valerianella locusta) – Auch bekannt als Feldsalat, kommt häufig auf Äckern und in Gärten vor.

2. Brennessel (Urtica dioica) – Sehr verbreitet in Europa, gedeiht gut auf nährstoffreichen Böden.

3. Löwenzahn (Taraxacum officinale) – Weit verbreitet in Wiesen und Gärten, bekannt für seine leuchtend gelben Blüten.

4. Gänsedistel (Sonchus asper) – Vor allem an Wegrändern und auf Schuttplätzen häufig anzutreffen.

5. Vogelmiere (Stellaria media) – Sehr häufig in Gärten, Feldern und Beeten zu finden, bekannt für das schnelle Wachstum.

6. Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) – Häufig an Wegrändern, auf Äckern und Brachflächen.

All diese Pflanzen sind anpassungsfähig und gedeihen in verschiedenen Umgebungen, weshalb sie oft als „Beikraut“ oder abfälliger als „Unkraut“ bezeichnet werden, obwohl viele von ihnen nützliche Eigenschaften oder Anwendungen haben.

Frisch geerntete Futterpflanzen

Beliebte Futterpflanzen für herbivore Schildkröten

Ackersalat: Valerianella locusta – Augentrost, Wiesen- Euphrasia officinalisAcker/Garten-Ringelblume: Calendula officinalisBrennnessel: Urtica dioica – Taubnessel: Lamium – Eselsdistel: Onopordum – Ferkelkraut, gewöhnliches: Hypochoeris radicata – Fingerkraut, kriechendes: Potentilla reptans Franzosenkraut: Galinsoga parvifloraFrauenmantel: Alchemilla – Flockenblume: CentaureaGlockenblumen: Campanula – Goldrute, echte: Solidago virgaurea– Habichtskraut: Hieracium – Hirtentäschel: Capsella bursa-pastoris – Huflattich: Tussilago farfara Kapuzinerkresse: Tropaeolum majus – Kletten: Arctium – Gänsedistel: SonchusLöwenzahn: Taraxacum officinale Malven: Malva – Mariendistel: Silybum marianumNachtkerze: Oenothera – Schafgarbe: Achillea millefolium – Storchschnabel: Geranium – Studentenblume: TagetesTopinambur: Helianthus tuberosusVogelmiere: Stellaria media Wegwarte: Cichorium intybus – Wicken: Vicia – Wiesen-Pippau: Crepis biennis – Wiesenknopf, Großer Ziest, Sumpf-: Stachys palustris

Dies ist lediglich eine kleine Auswahl, es empfiehlt sich, mit einem guten Futterpflanzen-Handbuch zu lernen und zu sammeln.

Rosen-Blüten sollten, wie alle fressbaren Blüten, wegen des hohen Zuckergehaltes erst nach dem Abblühen, und auch dann nur in Maßen angeboten werden.

Fressbares Baumlaub

Als Futter in Frage kommt auch das Laub von ungespritzen Obstbäumen, wie zum Beispiel Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume. Äußerst gern gefressen werden die Blätter des Maulbeerbaumes, die zudem sehr gesund für unsere Schildkröten sein sollen. Bei allen Obstbäumen werden natürlich nur die Blätter verfüttert, nicht die Früchte. Obstbäume sollten daher nicht innerhalb des Geheges gepflanzt werden, beziehungsweise mit Fangnetzen versehen und früh abgeerntet werden. Verfütterbar sind auch die Blätter von Himbeere, Erdbeere und Brombeere. Sehr gut geeignet ist auch Weidenlaub. Zu beachten ist bei der Verfütterung von Baumlaub, dass es komplett ungespritzt sein muss.

Blätter des Maulbeerbaumes Morus nigra.

Blütezeiten der Futterpflanzen

Viele der gängigen Futterpflanzen haben spezifische Blütezeiten, die von den klimatischen Bedingungen abhängen können. Hier ist eine allgemeine Einteilung in frühe, mittlere und späte Blütezeiten:

Früh blühende Pflanzen:

Löwenzahn (Taraxacum officinale): Blüht häufig ab April. Ideales Kalzium-Phosphorverhältnis, nicht zu häufig füttern wegen der enthaltenen Oxalsäure.

– Gänsedistel, rauhe (Sonchus asper): Kann bereits im Frühling zu blühen beginnen.

– Schaumkraut, Wiesen- (Cardamine pratensis): Blüht typischerweise im Frühling.

Ackersalat (Valerianella locusta): Kann bereits im späten Winter bis frühen Frühling blühen.

In der Mitte des Jahres blühende Pflanzen:

Malven: Die Blütezeit der Malve (Malva) ist lang und erstreckt sich meist von Juni bis Oktober, wobei je nach Art und Sorte auch schon im Mai oder bis in den November hinein geblüht werden kann.

Hundsrose (Rosa canina): Blüht von Mai bis Juni

Vogelmiere (Stellaria media): Blüht vom Frühling bis in den Sommer hinein.

Brennessel (Urtica dioica): Blüht in der Regel von Juni bis September.

– Weißklee (Trifolium repens): Blüht vom späten Frühling bis zum Herbst. Achtung, Weißklee ist sehr eiweißreich und sollte daher nur in kleinen Mengen angeboten werden.

Spät blühende Pflanzen:

Franzosenkraut (Galinsoga parviflora): Blüht typischerweise den gesamten Sommer über bis in den Herbst.

Wegwarte (Cichorium intybus): Blüht eher von Juli bis Oktober.

Ringelblume (Calendula officinalis): Blüht vom Sommer bis in den Herbst hinein.

– Goldrute, echte (Solidago virgaurea): Blütezeit meist von Juli bis September.

Stiefmütterchen (Viola ssp.): nach der Pflanzung von Herbst (September) bis in den späten Frühling/Frühsommer (Juni), und im Folgejahr wieder ab März. Bei Aussaat im Frühsommer Blüte ab Oktober.

Diese Blühzeiten sind allgemein und können je nach Region und spezifischen Wetterbedingungen variieren. Sie bieten jedoch einen Überblick, wann bestimmte Pflanzen gedeihen, was hilfreich sein kann, um den Pflanzenbestand während der ganzen Vegetationsperiode zu planen und sicherzustellen, dass immer frisches Futter zur Verfügung steht. In jedem Fall sollte zumindest Futter zu Grundversorgung selbst angebaut werden.

Testudo graeca auf Weidegang im Habitat in der Südtürkei

Auswahl von Futterpflanzen nach verschiedenen Kriterien

Vielfalt

Biete eine breite Palette von Pflanzen an, um sicherzustellen, dass die Schildkröten alle notwendigen Nährstoffe erhalten. Verschiedene Pflanzen bieten unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien, wodurch eine abwechslungsreiche Ernährung entscheidend für die Gesundheit ist.

Calcium-Phosphor-Verhältnis

Optimales Ca:P-Verhältnis: Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist entscheidend. Pflanzen wie Brennessel und Wegerich sind wegen ihres hohen Kalziumgehalts und guten Ca:P-Verhältnisses besonders wertvoll. Siehe unten mehr dazu.

Vitaminreiche Pflanzen

Vitamin A und C Quellen: Pflanzen wie Löwenzahn und Ackersalat bieten reichlich Vitamin A und C, wichtig für das Immunsystem und die Sehkraft. Siehe auch weiter unten.

Eiweiß– und Energiegehalt

Eiweißreiche Pflanzen moderat füttern: Pflanzen wie Weißklee und Luzerne sind eiweißreich und sollten in Maßen angeboten werden, um Überfütterung oder gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Vorsicht bei bestimmten Pflanzen

Begrenzung bestimmter Pflanzen: Einige Pflanzen, wie Barbarakraut und Franzosenkraut, sind reich an speziellen Nährstoffen, aber auch in größeren Mengen nicht ideal. Bei toxischen oder weniger geeigneten Pflanzen, wie der Platterbse (aufgrund ihrer schwach giftigen Samen), ist Zurückhaltung geboten.

Wichtig: Generell sollten Samenkapseln entfernt werden.

Seltene Anwendung und Erhalt geschützter Arten

Geschützte Pflanzen und Saisonalität: Einige Pflanzen sind geschützt oder selten (z.B. Ringelblume, Lungenkraut, Schlüsselblume). Bei der Fütterung ist auf gesetzliche Bestimmungen Rücksicht zu nehmen, und Alternativen sind vorzuziehen. Falls dennoch etwas davon verfüttert werden soll, sollte man nur wenige Blätter nutzen und den Rest der Pflanze und die Blütenstände unbedingt stehenlassen, im Sinne der Nachhaltigkeit. Es ist auch bedenken, dass einige bedrohte Insekten auf spezielle Blüten angewiesen sind, um überleben zu können. Insofern sollte man nur das Nötigste nutzen.

Ballaststoffreiche Pflanzen

Ballaststoffquellen integrieren: Pflanzen wie Pippau und Flockenblume sind ballaststoffreich und fördern eine gesunde Verdauung. Bei der sommerlichen Trockenfütterung (siehe unten) kommt gern Brennnessel zum Einsatz, da sie im trockenen Zustand auch als Kräuterheu gefressen wird.

Diese Empfehlungen sollen dabei helfen, eine ausgewogene und gesunde Futterpflanzenauswahl zu treffen, die den ernährungsphysiologischen Bedürfnissen von Europäischen Landschildkröten gerecht wird.

Pflanzenvielfalt im Schildkröten Gehege bereichert das Futterangebot.

Rund um Vitamingehalt und Kalzium-Phosphor-Verhältnis

Informationen zum Vitamingehalt und Kalzium-Phosphor-Verhältnis (Ca:P) für Futterpflanzen sind nicht immer vollständig verfügbar oder umfassend dokumentiert. Dennoch steht oftmals fest, welche Pflanzen für bestimmte Nährstoffe bekannt sind. Hier sind einige Informationen zu ausgewählten Futterpflanzen:

  1. Ackersalat (Valerianella locusta): Enthält Vitamin A, Vitamin C und Folsäure. Das Ca:P-Verhältnis ist eher ausgeglichen.
  2. Brennessel (Urtica dioica): Sehr kalziumreich, mit einem Ca:P-Verhältnis von etwa 3-5:1. Enthält auch Vitamin A, C, und K.
  3. Löwenzahn (Taraxacum officinale): Hat ein gutes Ca:P-Verhältnis von 2-3:1 und ist reich an Vitamin A, C und K. Allerdings recht viel Oxalsäure, immer mit anderem Futter mischen.
  4. Franzosenkraut (Galinsoga parviflora): Bekannt für einen hohen Calcium- und Vitamingehalt, spezifische Werte sind jedoch schwer zu finden.
  5. Weißklee (Trifolium repens): Hat ein moderates Ca:P-Verhältnis und ist sehr proteinreich, daher nur mäßig füttern.
  6. Wegerich (Plantago ): Sehr kalziumreich mit einem bemerkenswert hohen Ca:P-Verhältnis von 21,9:1.

Viele dieser Pflanzen sind durch ihre Vielseitigkeit und ihr Nährstoffprofil als Ergänzung zur Hauptnahrung von Schildkröten geeignet. Es ist wichtig, eine Vielzahl von Pflanzen anzubieten, um eine ausgewogene Nährstoffaufnahme zu gewährleisten.

Generell gilt, dass eine ausgewogene Ernährung durch Abwechslung und Vielfalt erreicht wird, was für ein gesundes Wachstum und Wohlbefinden der Schildkröten sorgt.

Trockenfütterung von Kräuterheu und Agrobs im Hochsommer

Im Hochsommer sollte man vermehrt Getrocknetes füttern, beispielsweise Kräuterheu und in Wasser eingeweichte Agrobs Testudo Heucobs. In der Regel kann man beides zusammen oder alternativ im Hochsommer von Juli bis August anbieten. Agrobs Testudo besteht aus auf die Ernährung von Landschildkröten abgestimmtem Kräuterheu, dass getrocknet und in Pelletform gepresst wird. Mit Wasser rührt man es zu einem gesunden Nahrungsbrei für Landschildkröten an. Einmal am Tag sollte die Mischung frisch angeboten werden. Für Landschildkröten aus Trockengebieten, gibt es Testudo Herbs, die nicht eingeweicht werden müssen. Für Schlüpflinge gibt es Testudo Baby, mit etwas höherem Eiweißgehalt. Hochwertiges Timothy-Heu kann ebenfalls angeboten werden, allerdings wird es nicht immer angenommen. Das Heu sollte täglich ausgetauscht werden, da es sonst zu Schimmelbildung kommen könnte.

Was ist eigentlich Kräuterheu ? 

Ganz einfach: Bei Kräuterheu handelt es sich um getrocknete Wildkräuter, die man nach den Vorlieben und Bedürfnissen der Tiere selbst mischt. 
Ich habe stets viel Brennessel drin, da meine Weibchen schlechte Harnsäurewerte haben. Dazu trockne ich zum Beispiel Wegerich, Maulbeere, Löwenzahn, Wegwarte, Taubnessel, Gänsedistel, Kamille, Hibiskus und Mariendistel. Als Leckerli einige Blüten der Hundsrose. Alles wird morgens auf der gefegten Terrasse ausgebreitet. Dort sollte man es gut an einem sonnigen Tag durchtrocknen lassen. Mittags sollte man das Kräuterheu wenden, und es dann nach dem Trocknen luftig in Kopfkissenbezug oder Stoffbeutel aufbewahren bis zum Hochsommer.
Im Hochsommer wird dann, in den Monaten Juli und August, zusätzlich zum Futter, das die Tiere im Selbstversorgergehege finden, überwiegend Kräuterheu und eingeweichte Agrobs gefüttert. 

Futterpflanzen selbst anbauen

Um eine Versorgung mit hochwertigem Futter rund um die Saison zu gewährleisten, sollte man Futterpflanzen selbst kultivieren. Hilfreich ist im Frühjahr das Vorziehen von Futterpflanzen auf der Fensterbank, im Hochbeet mit Frühbeetaufsatz oder im Gewächshaus, im Außenbereich früh im Jahr unterstützt zum Beispiel durch einen großen Tontopf mit einem Grablicht darin, als günstige Heizmöglichkeit.
 Eine günstige Lösung zum Futterpflanzen anziehen sind Vlies-Hochbeete in Verbindung mit Pop-Up-Gewächshäusern. 
Besonders stabile Hochbeete mit Frühbeetaufsatz sind sehr gut zur Futterpflanzen Anzucht zu nutzen. Auch im Frühbeet oder Gewächshaus gelingt die frühe Anzucht sehr gut. Man kann auch eine Hydroponikanlage bauen, um Futterpflanzen zu ziehen.
Futterpflanzen Samen erntet man im Herbst selbst von den abgeblühten Futterpflanzen oder kauft sie in Samenhandlung oder Schildkröten Shop. 
Jegliche Erde, auf der Wildkräuter gezogen werden, sollte kräftig aufgekalkt werden mit Dolomitkalk, damit die darauf wachsenden Futterpflanzen kalziumreich sind. Im Gehege sorgt der eingebrachte Kalkschotter auch für eine gute Kalziumversorgung der dort wachsenden Pflanzen. Mehrmals im Jahr wird Futterpflanzen Samen im Gehege ausgesät. Regelmäßig sollte auch Samen in die Frühbeete geworfen werden, damit die Schildkröten in der Übergangszeit und bei schlechtem Wetter etwas zu fressen haben.  Bei der Auswahl der Samen sind folgende Themen zu berücksichtigen:

Video über Aussaat und Vermehrung von Futter- und Gehege-Pflanzen

Ernte von Futterpflanzensamen im Spätsommer

In der Regel sollte im Spätsommer ein mäßiger Rückschnitt im Gehege der Europäischen Landschildkröten erfolgen, um natürliche Sonnenplätze zu schaffen. Vieles ist über die Sommermonate vertrocknet. Dabei kann man beispielsweise auch etwas neuen Kalkschotter einbringen, und es bietet sich die Gelegenheit, einige Futterpflanzen Samen abzuernten. Beim Rückschnitt sollte man beachten, dass er erst nach dem Abblühen der Pflanzen erfolgen sollte, und dass man nur einen Teil der Stauden zur Schaffung von Sonnenplätzen zurück schneidet, um Insekten, Vögeln und Kleintieren weiterhin Nahrung und Rückzugsorte bieten zu können.

Samen von Spitzwegerich aus der Türkei, über Jahrzehnte im Habitat gesammelt und vermehrt. In unserem feuchteren, kühlen Klima wird diese türkische Spitzwegerichart enorm groß.

Futterpflanzen-Samen wachsen problemlos und schnell direkt auf dem Kalkschotter. Auch kann man zusätzlich durch ein zweimaliges Düngen im Jahr mit Dolomitkalk den Boden abmagern und die Futterpflanzen gut mit Kalzium versorgen. Extern gezogene Futterpflanzen, zum Beispiel in Beeten, Gewächshäusern und Hochbeeten, sollten ebenfalls reichlich mit Dolomitkalk versorgt werden. 

Kalzium

Rund um die Kalziumversorgung

Welchen Kalk benötigt meine Schildkröte?

Kalziumversorgung im Habitat

In ihrem natürlichen Habitat beziehen wildlebende Schildkröten ihren Kalziumbedarf weitgehend aus dem reichhaltigen Vorkommen von Kalk. Die Aufnahme erfolgt durch die Nahrungspflanzen, die auf kalkhaltigem Boden wachsen, sowie durch das Trinken von kalkhaltigem Wasser. Ergänzend tragen Kalksteinchen, Schneckenhäuser und angespülte Sepiaschulpen zur Kalziumversorgung bei.

Algenkalk, Sepia und Eierschalenmehl

In menschlicher Obhut wird dieser natürliche Prozess substituiert, wobei Sepiaschulp und Algenkalk als beste Quellen dienen. 
Für die Schildkröten sollte also stets Kalzium in Form von Algenkalk (für die Tierernährung) und Sepiaschulp zur freien Verfügung bereit stehen. Sogenannte Kalkhöhlen, beispielsweise seitlich positionierte, fixierte Blumentöpfe, bieten eine attraktive Möglichkeit, Algenkalk und zerkleinerte Sepiaschulpen vor Feuchtigkeit zu schützen, während sie darin von den Schildkröten gerne konsumiert werden. Sepia, als reduzierte Schale von Tintenfischen, besteht hauptsächlich aus Kalziumkarbonat und wird als Nahrungsergänzungsmittel zur Kalziumversorgung genutzt. In ähnlicher Weise dient Algenkalk als Pulver aus Meeresalgenablagerungen und zeichnet sich als hervorragende Quelle für Kalzium aus. Die Auswahl sollte auf Produkte ohne Vitaminzusätze fallen, die speziell als Nahrungsergänzung für Tiere geeignet sind und einer qualitätssichernden Prüfung unterliegen.
Eierschalen als Kalziumquelle erweisen sich für Schildkröten als nur in äußerst feingemahlener Form verwertbar (Dr. BLAHAK 2024). Eierschalenmehl ist, ebenso wie Algenkalk, im Futtermittelhandel als Nahrungsergänzung für „barfende“ Hunde erhältlich, z.B. wie unten im Bild von der Fa. Lunderland. Sepia und Algenkalk sind natürlich auch bei den gängigen Schildkrötenshops erhältlich.

Die Bedeutung von Kalzium und UV-Strahlung

Kalzium wird dringend benötigt, damit Panzer und Knochen stabil und kräftig bleiben, und wird bei der Besonnung mit UV-B Licht (natürlich oder durch UV-B Lampen) eingelagert. Besonders wichtig ist Kalzium für im Wachstum befindliche, junge Tiere und bei Weibchen für die gute Beschalung der Eier. Eierlegende Weibchen nehmen vor der Eiablage große Mengen an Algenkalk und Sepia auf. Haben sie im Falle einer massiven Unterversorgung nicht genügend Kalzium zur Verfügung, wird es Knochen und Panzer entzogen, was zu einer Instabilisierung und letztendlich Knochenbrüchen führen kann. Als Schildkrötenhalter sollte man sich in diesem Zusammenhang auch über das Kalzium-Phosphor-Verhältnis informieren.

Kalkschotter

Die Integration von Kalkschotter in das Gehege erweist sich als förderlich, da die darauf wachsenden Futterpflanzen zusätzliches Kalzium aufnehmen. Darüber hinaus schafft der Kalkschotter ein angenehmes mediterranes Mikroklima, indem er nach Regen rasch abtrocknet, sich zügiger erwärmt und Wärme speichert.
Die regelmäßige Anwendung von Dolomitkalk in Pulverform, zweimal jährlich im Gehege verteilt, bietet eine zusätzliche Quelle für Kalzium. Ein gründliches Einschlämmen mit Wasser im Anschluss gewährleistet die optimale Nutzbarmachung dieses Minerals.

Kalkschotterhaltiger Boden im Habitat
Eindrücke von Mallorca mit Kalksteinformation

under construction…

Food and Calcium

All about species-appropriate nutrition for tortoises

The diet of European tortoises should consist exclusively of long-fibred wild herbs grown on nutrient-poor soils, together with suitable leaves from trees, shrubs and flowering plants. They are herbivorous dietary opportunists, meaning that they are primarily plant-eaters.

Nutrition presentation

The new presentation offers a well-founded introduction to the basic principles of tortoise nutrition. It is aimed at keepers who would like to explore the subject in greater depth.

Contents of the presentation:

  • herbivorous and omnivorous nutrition
  • digestion in tortoises
  • metabolism
  • calcium-to-phosphorus ratio
  • calcium supply
  • selection of suitable plants
    • sources of information
    • poisonous plants
    • food plants
    • options for growing food plants yourself

The digestive system

The entire digestive system of European tortoises is adapted to digesting long-fibred wild herbs. The tortoise stomach is relatively small and designed to process small amounts of food. As grazing animals, tortoises may walk up to 3 km a day to meet their food requirements. They usually eat one leaf here, one leaf there, and in this way take in small quantities of a wide variety of plants.

Nevertheless, as so-called dietary opportunists, our animals are not strictly plant-eaters. When the opportunity arises, they may eat faeces, known as coprophagy, and carrion. Slugs and worms are also eaten occasionally. When eating slugs, there is a risk of suffocation due to mucus. Any remaining mucus should therefore be removed with a lint-free cloth, and the mouth can be rubbed with tomato or raspberry. The fruit acid they contain helps loosen the mucus.

If breathing difficulties occur, help should be sought from a reptile vet as quickly as possible.

In herbivores, the caecum and large intestine are particularly important. They form fermentation chambers in which the gut flora breaks down and utilises tough crude fibre.

Suitable food for European tortoises should therefore contain only small amounts of easily digestible components such as sugar and other carbohydrates. Instead, a high proportion of structured crude fibre is important, combined with a low protein content of up to around 8%.

If structured crude fibre is lacking in the diet, or if it is replaced by easily digestible substances such as starch or sugar, faulty fermentation can occur in the intestine. This leads to a greatly shortened passage time of the food and a disturbed gut flora. Parts of the bacterial flora are displaced or die off. As a result, tortoises lose fluid and often develop diarrhoea that is difficult to treat. Parasitic infections are also encouraged by this.

Because water is scarce for long periods in their natural habitats, European tortoises are adapted to excreting the end products of protein metabolism in the form of water-insoluble uric acid salts, known as urates. In this way, valuable water is retained in the body. However, this adaptation only works with a low-protein diet. If excessive protein intake leads to excessive urate formation, these urates can no longer be fully excreted.

The result may be kidney damage, complete kidney failure and painful, often fatal gout.

For the effective digestion of fibre-rich food, it is essential that the animals have access to drinking water at all times and that they are able to reach their optimal body temperature, with a preferred temperature of 35–38 °C. In nature, this is achieved through basking. In captivity, it should be simulated with a strong, warm UV light source that locally warms the basking area. At the same time, it is important to provide the animals with cooler retreats.

Light and radiant heat from heating in a warm-husbandry setup promote activity and appetite. Different thermometers can be used to keep an eye on the temperatures around the animals. The gut passage time before metabolic end products are excreted as faeces can easily be two weeks, and even longer with very tough wild herbs such as thistles.

Sow thistle is very readily eaten and is a healthy, long-fibred wild herb.

Fruit and vegetables?

Fruit and vegetables cannot be digested well and contain too much sugar and too little crude fibre. They should therefore generally not be fed. Sugar can cause an explosive increase in intestinal parasites.

Bitter salads as an emergency solution

As a rule, it is not difficult to find wild herbs throughout the year. It becomes more challenging when there is a thick layer of snow. If animals are not allowed to hibernate because of illness, it can then become difficult to gather the necessary herbs. In such cases, it is acceptable to feed organic bitter salads for a short time as a substitute. After washing, they can be sprinkled with dried wild herbs to enrich them with more crude fibre.

Suitable options for this purpose include romaine lettuce, chicory, rocket and lamb’s lettuce in organic quality. Giant dandelion, which is often available from Mediterranean greengrocers, is also very well accepted. For sprinkling over the salad, home-dried, crumbled herbal hay, Agrobs Fibre and dried flowers can be used. As soon as possible, feeding should be switched back to pure wild herbs.

Caption: Agrobs, crushed cuttlebone, algae lime and herbal hay.

Caption: Various commercially available dried wild herbs and fragrant flowers that can be fed in midsummer, but also as a crude-fibre supplement when salad feeding is unavoidable.

A self-sufficient enclosure all year round

Ideally, the animals feed themselves in their enclosure. This is called a self-sufficient enclosure. Here, the animals can graze as they would in their habitat. Fresh food is provided by sowing mixed wild herb seeds several times a year. A good example of a self-sufficient enclosure can be seen here:

Caption: The enclosure after winter.

Caption: The enclosure has been freshly cleared and limed with dolomitic lime.

Caption: In May, the tortoises find a wide variety of food plants.

These informative enclosure photographs were kindly provided by Susi Ristow. Many thanks for this.

Food selection

Common, easy-to-find food plants for beginners

Some of the suitable food plants for tortoises are widespread in Central Europe, especially in arable and meadow landscapes. Common species include:

  1. Corn salad, 𝘝𝘢𝘭𝘦𝘳𝘪𝘢𝘯𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘭𝘰𝘤𝘶𝘴𝘵𝘢, also known as lamb’s lettuce, which is commonly found in fields and gardens.
  2. Common nettle, 𝘜𝘳𝘵𝘪𝘤𝘢 𝘥𝘪𝘰𝘪𝘤𝘢, which is very widespread in Europe and thrives well on nutrient-rich soils.
  3. Dandelion, 𝘛𝘢𝘳𝘢𝘹𝘢𝘤𝘶𝘮 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘦, which is widespread in meadows and gardens and is known for its bright yellow flowers.
  4. Sow thistle, 𝘚𝘰𝘯𝘤𝘩𝘶𝘴 𝘢𝘴𝘱𝘦𝘳, which is found especially along roadsides and on disturbed ground.
  5. Chickweed, 𝘚𝘵𝘦𝘭𝘭𝘢𝘳𝘪𝘢 𝘮𝘦𝘥𝘪𝘢, which is very common in gardens, fields and beds and is known for its rapid growth.
  6. Shepherd’s purse, 𝘊𝘢𝘱𝘴𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘣𝘶𝘳𝘴𝘢-𝘱𝘢𝘴𝘵𝘰𝘳𝘪𝘴, which is often found along paths, in fields and on fallow land.

All these plants are adaptable and thrive in different environments. For this reason, they are often referred to as “wild herbs” or, more dismissively, as “weeds”, although many of them have useful properties or applications.

Caption: Freshly harvested food plants.

Popular food plants for herbivorous tortoises

Corn salad, 𝘝𝘢𝘭𝘦𝘳𝘪𝘢𝘯𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘭𝘰𝘤𝘶𝘴𝘵𝘢
Eyebright, meadow eyebright, 𝘌𝘶𝘱𝘩𝘳𝘢𝘴𝘪𝘢 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘪𝘴
Field or garden marigold, 𝘊𝘢𝘭𝘦𝘯𝘥𝘶𝘭𝘢 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘪𝘴
Common nettle, 𝘜𝘳𝘵𝘪𝘤𝘢 𝘥𝘪𝘰𝘪𝘤𝘢
Dead-nettle, 𝘓𝘢𝘮𝘪𝘶𝘮
Cotton thistle, 𝘖𝘯𝘰𝘱𝘰𝘳𝘥𝘶𝘮
Common cat’s-ear, 𝘏𝘺𝘱𝘰𝘤𝘩𝘰𝘦𝘳𝘪𝘴 𝘳𝘢𝘥𝘪𝘤𝘢𝘵𝘢
Creeping cinquefoil, 𝘗𝘰𝘵𝘦𝘯𝘵𝘪𝘭𝘭𝘢 𝘳𝘦𝘱𝘵𝘢𝘯𝘴
Gallant soldier, 𝘎𝘢𝘭𝘪𝘯𝘴𝘰𝘨𝘢 𝘱𝘢𝘳𝘷𝘪𝘧𝘭𝘰𝘳𝘢
Lady’s mantle, 𝘈𝘭𝘤𝘩𝘦𝘮𝘪𝘭𝘭𝘢
Knapweed, 𝘊𝘦𝘯𝘵𝘢𝘶𝘳𝘦𝘢
Bellflowers, 𝘊𝘢𝘮𝘱𝘢𝘯𝘶𝘭𝘢
European goldenrod, 𝘚𝘰𝘭𝘪𝘥𝘢𝘨𝘰 𝘷𝘪𝘳𝘨𝘢𝘶𝘳𝘦𝘢
Hawkweed, 𝘏𝘪𝘦𝘳𝘢𝘤𝘪𝘶𝘮
Shepherd’s purse, 𝘊𝘢𝘱𝘴𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘣𝘶𝘳𝘴𝘢-𝘱𝘢𝘴𝘵𝘰𝘳𝘪𝘴
Coltsfoot, 𝘛𝘶𝘴𝘴𝘪𝘭𝘢𝘨𝘰 𝘧𝘢𝘳𝘧𝘢𝘳𝘢
Nasturtium, 𝘛𝘳𝘰𝘱𝘢𝘦𝘰𝘭𝘶𝘮 𝘮𝘢𝘫𝘶𝘴
Burdock, 𝘈𝘳𝘤𝘵𝘪𝘶𝘮
Sow thistle, 𝘚𝘰𝘯𝘤𝘩𝘶𝘴
Dandelion, 𝘛𝘢𝘳𝘢𝘹𝘢𝘤𝘶𝘮 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘦
Mallows, 𝘔𝘢𝘭𝘷𝘢
Milk thistle, 𝘚𝘪𝘭𝘺𝘣𝘶𝘮 𝘮𝘢𝘳𝘪𝘢𝘯𝘶𝘮
Evening primrose, 𝘖𝘦𝘯𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳𝘢
Yarrow, 𝘈𝘤𝘩𝘪𝘭𝘭𝘦𝘢 𝘮𝘪𝘭𝘭𝘦𝘧𝘰𝘭𝘪𝘶𝘮
Cranesbill, 𝘎𝘦𝘳𝘢𝘯𝘪𝘶𝘮
Marigold, 𝘛𝘢𝘨𝘦𝘵𝘦𝘴
Jerusalem artichoke, 𝘏𝘦𝘭𝘪𝘢𝘯𝘵𝘩𝘶𝘴 𝘵𝘶𝘣𝘦𝘳𝘰𝘴𝘶𝘴
Chickweed, 𝘚𝘵𝘦𝘭𝘭𝘢𝘳𝘪𝘢 𝘮𝘦𝘥𝘪𝘢
Chicory, 𝘊𝘪𝘤𝘩𝘰𝘳𝘪𝘶𝘮 𝘪𝘯𝘵𝘺𝘣𝘶𝘴
Vetches, 𝘝𝘪𝘤𝘪𝘢
Rough hawk’s-beard, 𝘊𝘳𝘦𝘱𝘪𝘴 𝘣𝘪𝘦𝘯𝘯𝘪𝘴
Woundwort, marsh woundwort, 𝘚𝘵𝘢𝘤𝘩𝘺𝘴 𝘱𝘢𝘭𝘶𝘴𝘵𝘳𝘪𝘴

This is only a small selection. It is advisable to learn and collect with the help of a good food-plant handbook.

Caption: Rose petals, like all edible flowers, should only be offered after flowering because of their high sugar content, and even then only in moderation.

Seeds of ribwort plantain from Turkey, collected and propagated over decades in the habitat. In our wetter, cooler climate, this Turkish ribwort plantain variety grows enormously large.

Edible tree foliage

Leaves from unsprayed fruit trees, such as apple, pear, cherry and plum, can also be used as food. Mulberry leaves are eaten with great enthusiasm and are also said to be very healthy for our tortoises. With all fruit trees, only the leaves are fed, not the fruit. Fruit trees should therefore not be planted inside the enclosure, or they should be fitted with catch nets and harvested early.

Leaves of raspberry, strawberry and blackberry can also be fed. Willow foliage is also very suitable. When feeding tree foliage, it is important that it is completely unsprayed.

Caption: Leaves of the black mulberry tree, 𝘔𝘰𝘳𝘶𝘴 𝘯𝘪𝘨𝘳𝘢.

Flowering times of food plants

Many common food plants have specific flowering times, which may vary depending on climatic conditions. Here is a general division into early, mid-season and late flowering periods:

Early-flowering plants:

  • Dandelion, 𝘛𝘢𝘳𝘢𝘹𝘢𝘤𝘶𝘮 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘦: often flowers from April. It has an ideal calcium-to-phosphorus ratio, but should not be fed too frequently because of the oxalic acid it contains.
  • Prickly sow thistle, 𝘚𝘰𝘯𝘤𝘩𝘶𝘴 𝘢𝘴𝘱𝘦𝘳: may begin flowering as early as spring.
  • Cuckooflower, 𝘊𝘢𝘳𝘥𝘢𝘮𝘪𝘯𝘦 𝘱𝘳𝘢𝘵𝘦𝘯𝘴𝘪𝘴: typically flowers in spring.
  • Corn salad, 𝘝𝘢𝘭𝘦𝘳𝘪𝘢𝘯𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘭𝘰𝘤𝘶𝘴𝘵𝘢: may flower from late winter to early spring.

Mid-season flowering plants:

  • Mallows, 𝘔𝘢𝘭𝘷𝘢: the flowering period of mallow is long and usually extends from June to October, although depending on the species and variety it may begin as early as May or continue into November.
  • Dog rose, 𝘙𝘰𝘴𝘢 𝘤𝘢𝘯𝘪𝘯𝘢: flowers from May to June.
  • Chickweed, 𝘚𝘵𝘦𝘭𝘭𝘢𝘳𝘪𝘢 𝘮𝘦𝘥𝘪𝘢: flowers from spring into summer.
  • Common nettle, 𝘜𝘳𝘵𝘪𝘤𝘢 𝘥𝘪𝘰𝘪𝘤𝘢: usually flowers from June to September.
  • White clover, 𝘛𝘳𝘪𝘧𝘰𝘭𝘪𝘶𝘮 𝘳𝘦𝘱𝘦𝘯𝘴: flowers from late spring to autumn. Note that white clover is very rich in protein and should therefore only be offered in small amounts.

Late-flowering plants:

  • Gallant soldier, 𝘎𝘢𝘭𝘪𝘯𝘴𝘰𝘨𝘢 𝘱𝘢𝘳𝘷𝘪𝘧𝘭𝘰𝘳𝘢: typically flowers throughout summer and into autumn.
  • Chicory, 𝘊𝘪𝘤𝘩𝘰𝘳𝘪𝘶𝘮 𝘪𝘯𝘵𝘺𝘣𝘶𝘴: tends to flower from July to October.
  • Marigold, 𝘊𝘢𝘭𝘦𝘯𝘥𝘶𝘭𝘢 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘪𝘴: flowers from summer into autumn.
  • European goldenrod, 𝘚𝘰𝘭𝘪𝘥𝘢𝘨𝘰 𝘷𝘪𝘳𝘨𝘢𝘶𝘳𝘦𝘢: usually flowers from July to September.
  • Pansy, 𝘝𝘪𝘰𝘭𝘢 spp.: after planting in autumn, from September into late spring or early summer, around June, and again from March the following year. If sown in early summer, flowering begins from October.

These flowering times are general and may vary depending on the region and specific weather conditions. Nevertheless, they provide an overview of when certain plants grow and flower. This can be helpful when planning the plant stock throughout the growing season and ensuring that fresh food is always available. In any case, at least part of the basic food supply should be grown at home.

Caption: 𝘛𝘦𝘴𝘵𝘶𝘥𝘰 𝘨𝘳𝘢𝘦𝘤𝘢 grazing in its habitat in southern Turkey.

Selecting food plants according to different criteria

Diversity

Offer a broad range of plants to ensure that tortoises receive all the necessary nutrients. Different plants provide different secondary plant compounds, vitamins and minerals, making a varied diet essential for good health.

Calcium-to-phosphorus ratio

An optimal calcium-to-phosphorus ratio is important. A balanced calcium-to-phosphorus ratio is crucial. Plants such as nettle and plantain are particularly valuable because of their high calcium content and favourable calcium-to-phosphorus ratio. More on this below.

Vitamin-rich plants

Sources of vitamins A and C: plants such as dandelion and corn salad provide plenty of vitamins A and C, which are important for the immune system and eyesight. See also below.

Protein and energy content

Feed protein-rich plants in moderation. Plants such as white clover and lucerne are rich in protein and should only be offered in moderation to avoid overfeeding or health problems.

Caution with certain plants

Limit certain plants. Some plants, such as winter cress and gallant soldier, are rich in specific nutrients, but are not ideal in larger amounts. With toxic or less suitable plants, such as flat pea because of its mildly poisonous seeds, caution is advised.

Important: seed pods should generally be removed before feeding.

Rare use and the conservation of protected species

Protected plants and seasonality: some plants are protected or rare, for example marigold, lungwort and primrose. Legal regulations must be taken into account when feeding such plants, and alternatives should be preferred. If something is nevertheless to be fed, only a few leaves should be used, while the rest of the plant and the flower heads should definitely be left standing in the interests of sustainability.

It should also be remembered that some threatened insects depend on specific flowers for survival. For this reason, only the bare minimum should be used.

Fibre-rich plants

Include sources of fibre. Plants such as hawk’s-beard and knapweed are rich in fibre and support healthy digestion. During dry feeding in summer, see below, nettle is often used because, once dried, it is also eaten as herbal hay.

These recommendations are intended to help create a balanced and healthy selection of food plants that meets the nutritional needs of European tortoises.

Caption: Plant diversity in the tortoise enclosure enriches the food supply.

All about vitamin content and the calcium-to-phosphorus ratio

Information on vitamin content and the calcium-to-phosphorus ratio, Ca:P, of food plants is not always fully available or comprehensively documented. Nevertheless, it is often known which plants are recognised for specific nutrients. Here is some information on selected food plants:

  1. Corn salad, 𝘝𝘢𝘭𝘦𝘳𝘪𝘢𝘯𝘦𝘭𝘭𝘢 𝘭𝘰𝘤𝘶𝘴𝘵𝘢: contains vitamin A, vitamin C and folic acid. The Ca:P ratio is fairly balanced.
  2. Common nettle, 𝘜𝘳𝘵𝘪𝘤𝘢 𝘥𝘪𝘰𝘪𝘤𝘢: very rich in calcium, with a Ca:P ratio of about 3–5:1. It also contains vitamins A, C and K.
  3. Dandelion, 𝘛𝘢𝘳𝘢𝘹𝘢𝘤𝘶𝘮 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘦: has a good Ca:P ratio of 2–3:1 and is rich in vitamins A, C and K. However, it contains quite a lot of oxalic acid and should always be mixed with other food.
  4. Gallant soldier, 𝘎𝘢𝘭𝘪𝘯𝘴𝘰𝘨𝘢 𝘱𝘢𝘳𝘷𝘪𝘧𝘭𝘰𝘳𝘢: known for its high calcium and vitamin content, although specific values are difficult to find.
  5. White clover, 𝘛𝘳𝘪𝘧𝘰𝘭𝘪𝘶𝘮 𝘳𝘦𝘱𝘦𝘯𝘴: has a moderate Ca:P ratio and is very rich in protein, so it should only be fed in moderation.
  6. Plantain, 𝘗𝘭𝘢𝘯𝘵𝘢𝘨𝘰: very rich in calcium, with a remarkably high Ca:P ratio of 21.9:1.

Many of these plants are suitable as additions to the main diet of tortoises because of their versatility and nutritional profile. It is important to offer a wide variety of plants to ensure balanced nutrient intake.

In general, a balanced diet is achieved through variety and diversity, which supports healthy growth and the wellbeing of the tortoises.

Caption: Sow thistle.

Caption: Wild garlic.

Caption: Sweet violet.

Caption: Ribwort plantain.

Caption: Broadleaf plantain.

Caption: Mullein.

Caption: Chicory.

Dry feeding with herbal hay and Agrobs in midsummer

In midsummer, more dried food should be offered, for example herbal hay and Agrobs Testudo hay cobs soaked in water. As a rule, both can be offered together or alternatively in midsummer, from July to August. Agrobs Testudo consists of herbal hay adapted to the diet of tortoises, dried and pressed into pellet form. When mixed with water, it becomes a healthy food mash for tortoises.

The mixture should be offered fresh once a day. For tortoises from arid regions, there are Testudo Herbs, which do not need to be soaked. For hatchlings, there is Testudo Baby, with a slightly higher protein content. High-quality Timothy hay can also be offered, although it is not always accepted. Hay should be replaced daily, as otherwise mould may develop.

What exactly is herbal hay?

Quite simply, herbal hay consists of dried wild herbs that are mixed according to the preferences and needs of the animals.

I always include plenty of nettle, as my females have poor uric acid values. I also dry plantain, mulberry, dandelion, chicory, dead-nettle, sow thistle, camomile, hibiscus and milk thistle, for example. As a treat, I add a few dog rose petals. Everything is spread out in the morning on the swept terrace. It should be allowed to dry thoroughly there on a sunny day.

At midday, the herbal hay should be turned. Once dry, it can be stored in an airy pillowcase or fabric bag until midsummer.

In midsummer, during July and August, herbal hay and soaked Agrobs are then fed in addition to the food the animals find in the self-sufficient enclosure.

Growing food plants yourself

To ensure a supply of high-quality food throughout the season, food plants should be cultivated at home. In spring, it is helpful to start food plants on the windowsill, in a raised bed with a cold-frame attachment, or in a greenhouse. Outdoors, early in the year, this can be supported, for example, by placing a large clay pot with a grave candle inside it as an inexpensive source of heat.

Video about sowing and propagating food and enclosure plants.

A low-cost solution for growing food plants is to use fabric raised beds together with pop-up greenhouses.

Particularly stable raised beds with cold-frame attachments are very suitable for growing food plants. Early cultivation also works very well in a cold frame or greenhouse. A hydroponic system can also be built for growing food plants.

Food plant seeds can be harvested in autumn from plants that have finished flowering, or bought from seed suppliers or tortoise shops.

Any soil on which wild herbs are grown should be thoroughly limed with dolomitic lime, so that the plants growing on it are rich in calcium. In the enclosure, the limestone chippings that have been added also help ensure a good calcium supply for the plants growing there. Food plant seeds are sown in the enclosure several times a year.

Seeds should also be scattered regularly in the cold frames, so that the tortoises have something to eat during transitional periods and in poor weather. When selecting seeds, the following topics should be considered:

Food plant cultivation
Light germinators
Dark germinators
Cold germinators
Stratification
Scarification
Dormancy
Seed harvesting
Food plants

Caption: Seed mixture in a propagation tray.

Caption: Sowing after two weeks.

Caption: Mallows.

Caption: Hollyhocks.

Caption: Ready for harvesting.

Caption: Direct sowing in an inexpensive felt raised bed.

Caption: After three weeks.

Caption: Growing plants in a raised bed with greenhouse attachment.

Caption: Purslane, ready to harvest.

Harvesting food plant seeds in late summer

As a rule, moderate pruning should take place in the enclosure of European tortoises in late summer in order to create natural basking spots. Much of the vegetation has dried out over the summer months. At the same time, some fresh limestone chippings can be added, and this is a good opportunity to harvest some food plant seeds.

When pruning, it should be remembered that this should only take place after the plants have finished flowering, and that only part of the perennials should be cut back to create basking areas. This ensures that insects, birds and small animals continue to have food and places of refuge.

Food plant seeds grow easily and quickly directly on limestone chippings. The soil can also be made leaner and the food plants well supplied with calcium by fertilising twice a year with dolomitic lime. Externally grown food plants, for example in beds, greenhouses and raised beds, should likewise be supplied generously with dolomitic lime.

Video about sowing and propagating food and enclosure plants.

Calcium

All about calcium supply

A Hermann’s tortoise in front of its “calcium cave” in the enclosure, with crushed cuttlebone and algae lime.

What kind of lime does my tortoise need?

Calcium supply in the habitat

In their natural habitat, wild tortoises largely meet their calcium needs from the abundant presence of limestone. Calcium is taken in through food plants that grow on calcareous soils and through drinking calcareous water. Small pieces of limestone, snail shells and washed-up cuttlebones also contribute to calcium supply.

Algae lime, cuttlebone and eggshell meal

In human care, this natural process is substituted, with cuttlebone and algae lime serving as the best sources.

Tortoises should therefore always have free access to calcium in the form of algae lime, suitable for animal nutrition, and cuttlebone. So-called calcium caves, for example laterally positioned and fixed flowerpots, offer an attractive way to protect algae lime and crushed cuttlebone from moisture, while the tortoises readily consume it inside.

Cuttlebone, the reduced internal shell of cuttlefish, consists mainly of calcium carbonate and is used as a dietary supplement to provide calcium. Similarly, algae lime is a powder made from marine algae deposits and is an excellent source of calcium. Products should be chosen without added vitamins, specifically suitable as dietary supplements for animals and subject to quality control.

Eggshells as a calcium source are only usable for tortoises when they are extremely finely ground, according to Dr Blahak 2024. Eggshell meal, like algae lime, is available from pet food suppliers as a dietary supplement for raw-fed dogs, for example from Lunderland as shown below. Cuttlebone and algae lime are, of course, also available from the usual tortoise shops.

The importance of calcium and UV radiation

Calcium is urgently needed to keep the shell and bones stable and strong, and it is incorporated during exposure to UV-B light, either natural sunlight or UV-B lamps. Calcium is particularly important for young, growing animals and, in females, for the proper formation of eggshells. Egg-laying females take in large amounts of algae lime and cuttlebone before laying.

If, in cases of severe undersupply, they do not have enough calcium available, it is withdrawn from the bones and shell. This can lead to instability and ultimately to bone fractures. In this context, tortoise keepers should also inform themselves about the calcium-to-phosphorus ratio.

Caption: Finely ground eggshell meal and algae lime.

Caption: Dolomitic lime for regularly liming the enclosure.

Limestone chippings

Integrating limestone chippings into the enclosure has beneficial effects, as the food plants growing on them absorb additional calcium. In addition, the limestone chippings create a pleasant Mediterranean microclimate, drying quickly after rain, warming up faster and storing heat.

The regular use of powdered dolomitic lime, distributed in the enclosure twice a year, offers an additional source of calcium. Thoroughly watering it in afterwards ensures that this mineral is optimally made available.

Caption: Calcareous ground in the habitat.

Caption: Impressions from Mallorca with limestone formations.