Ringelblume – 𝘊𝘢𝘭𝘦𝘯𝘥𝘶𝘭𝘢 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘪𝘴

Calendula officinalis wird seit dem 12. Jahrhundert als Heilpflanze genutzt.

Ringelblume als Futterpflanze für Landschildkröten

Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine unkomplizierte, einjährige Korbblütlerin und zählt zu den beliebtesten Wild- und Heilpflanzen im naturnahen Schildkrötengehege. Ihren deutschen Namen verdankt sie den ringförmig gekrümmten Früchten. Die 30–70 cm hohe, filzig behaarte Pflanze verzweigt sich im oberen Bereich und blüht im Garten von Juni bis Oktober in leuchtenden Gelb- bis Orangetönen. Ihre ursprüngliche Heimat liegt vermutlich im Mittelmeerraum.
Mit ihren leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten ist sie nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch eine wertvolle Bienenweide und – je nach Geschmack – eine willkommene Futterpflanze.


Botanische Einordnung

Familie: Asteraceae (Korbblütler)

Wuchshöhe: bis ca. 70 cm

Blütenfarbe: Gelb, Orange

Blütezeit: Juni–Oktober

Lebenszyklus: einjährig

Standort: sonnig

Ringelblumen können bis zu 70 cm hoch werden.

Bedeutung als Futterpflanze für Landschildkröten

Viele Griechische Landschildkröten nehmen sowohl Blüten als auch Blätter gerne an. Allerdings gehört die Ringelblume nicht zu den absoluten Lieblingsfutterpflanzen – manche Tiere fressen sie regelmäßig, andere ignorieren sie vollständig. Geschmäcker sind eben verschieden.

Wird sie nicht gefressen, erfüllt sie dennoch eine wichtige Funktion im Gehege:

  • Struktur- und Deckungspflanze
  • Naturnaher Sichtschutz
  • Schattenspender im Kleinformat
  • Förderung der Biodiversität

Im natürlichen Lebensraum mediterraner Landschildkröten kommen nahe verwandte Arten vor.

Wichtig: Die Acker-Ringelblume darf in der Natur nicht gesammelt werden, da sie geschützt ist.

Die leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten sind Bienenmagnete.

Aussaat & Anzucht

Ringelblumen sind unkompliziert – ideal auch für Einsteiger. Sie können auch frühzeitig ab Februar auf der Fensterbank im Minigewächshaus vorgezogen werden. Wie man das richtig macht, erfährt man im Artikel Aussaat von Futterpflanzensamen.

Lichtkeimer

Die Samen benötigen Licht zur Keimung. Daher nur leicht andrücken oder sehr dünn (0,3–0,5 cm) mit Erde bedecken.

Aussaatzeit (Freiland)

Eine Aussaat ins Freiland kann von Ende April bis August erfolgen.

Voraussetzung: Keine Nacht- oder Bodenfröste mehr.

Keimbedingungen

  • Keimtemperatur: 15–18 °C
  • Keimdauer: 10–15 Tage
  • Substrat gleichmäßig feucht halten

Vorgehensweise:

  1. Erde gründlich anfeuchten.
  2. Samen auf der feuchten Oberfläche verteilen.
  3. Leicht andrücken oder minimal mit Erde bestreuen.
Calndula gehört nicht zu den beliebtesten Futterpflanzen, manche Tiere fressen sie gerne, andere nicht.

Ökologischer Mehrwert

Neben ihrer Bedeutung im Schildkrötengehege ist die Ringelblume:

  • eine ausgezeichnete Bienenweide
  • eine traditionelle Heilpflanze (v. a. in Salben und Tees)
  • eine robuste Sommerblume mit langer Blühdauer

Sie verbindet also Funktionalität mit Ästhetik – eine Kombination, die im naturnahen Gehege besonders wertvoll ist.


Bewährte Heilpflanze mit Tradition

Die Ringelblume (𝘊𝘢𝘭𝘦𝘯𝘥𝘶𝘭𝘢 𝘰𝘧𝘧𝘪𝘤𝘪𝘯𝘢𝘭𝘪𝘴) ist seit dem 12. Jahrhundert als Arznei- und Kulturpflanze bekannt. Der Artname „officinalis“ verweist auf ihre Nutzung in der Heilkunde – „officina“ bezeichnete einst die Apothekerwerkstatt.

Die Blüten enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, unter anderem Flavonoide, Triterpensaponine, Carotinoide und ätherisches Öl. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Ringelblumenextrakt die Wundheilung fördern und Entzündungen hemmen kann. Zudem werden antimikrobielle Eigenschaften beschrieben. Medizinisch anerkannt ist die äußerliche Anwendung bei kleinen Wunden, leichten Hautentzündungen, Sonnenbrand sowie Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Heute wird die Ringelblume überwiegend äußerlich eingesetzt – früher, in der Klostermedizin, fand sie auch innerlich Verwendung.

Es wird vermutet, dass die Ringelblume aus dem Mittelmeerraum stammt.