
Die Hundsrose (Rosa canina) ist eine heimische Wildrose und aus Sicht der naturnahen Schildkrötenhaltung eine wertvolle Futter- und Versteckpflanze. Sie wächst in ganz Europa, auch im Habitat in Südeuropa, sowie im Nordwesten Afrikas und ist extrem robust, langlebig und anpassungsfähig – Eigenschaften, die sie auch für naturnahe Gehege besonders interessant machen. Auch andere Wildrosen sind gut als Futter geeignet, solange sie nicht mit Pestiziden oder Ähnlichem behandelt wurden.
Warum ist die Hundsrose als Futterpflanze geeignet?
Die Hundsrose ist wie alle Rosen ungiftig und liefert über verschiedene Pflanzenteile hinweg verwertbares Futter:
- Blätter:
Die gefiederten, grünen Blätter können frisch oder getrocknet (z. B. im Kräuterheu) verfüttert werden. Sie sind rohfaserreich und passen gut zum natürlichen Nahrungsspektrum Europäischer Landschildkröten. - Blüten:
Die zart rosafarbenen Einzelblüten erscheinen im Mai und Juni. Sie eignen sich hervorragend als gelegentliches Leckerli oder als getrocknete Blütenzugabe im Kräuterheu. - Hagebutten:
Die roten, Vitamin C-haltigen Sammelfrüchte reifen spät im Jahr. Für Landschildkröten kommen sie nur sehr sparsam und getrocknet infrage, da sie zuckerreich sind.
Vorteile für das Gehege
Neben ihrem Futterwert bietet die Hundsrose auch strukturierende und ökologische Vorteile:
- schafft Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten
- spendet lichten Schatten
- ideal für Naturgärten und naturnahe Schildkrötengehege
- geeignet für Böschungen und freiwachsende Hecken
- sehr winterhart und schnitt- und trockenheitsverträglich
- bienenfreundlich
Standort & Pflege – ideal für Gehegehalter
Die Hundsrose bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und liebt sandige, gut wasserdurchlässige Böden. Sie ist kalktolerant, kommt mit nährstoffarmen Böden aus und benötigt kaum Pflege. Genau das macht sie zu einer perfekten Pflanze für Gehege mit Kalkschotter.

Fazit
Die Hundsrose ist eine ökologisch wertvolle, robuste und vielseitige Futter- und Versteckpflanze, die sich hervorragend in naturnahe Landschildkrötengehege integrieren lässt. Blätter und Blüten sind gut geeignet für die regelmäßige Fütterung bzw. Kräuterheu-Herstellung, während die Früchte nur sehr selten angeboten werden sollten. Gleichzeitig profitiert das Gehege von Struktur, Schatten und Biodiversität.
👉 Tipp: Besonders praktisch ist die Hundsrose als Teil einer Wildhecke – so verbindet sie Futterpflanze,Versteck, Lebensraum für Wildtiere und natürliche Gehegestruktur in einem. 🐢🌿