Der Lamellenvorhang

Ein Lamellenvorhang aus Weich-PVC ist ein wichtiger Bestandteil des Temperaturmanagements im Frühbeet. Er schützt vor Wärmeverlust in artgerechter Warmhaltung und schützt vor Zugluft.

Zugluft ist gefährlich für Schildkröten, da sie sich dadurch leicht erkälten können.

Häufig bekannt ist das Problem von frei in der Wohnung laufenden Schildkröten, die in Bodennähe Zugluft von Fenstern und Türen ausgesetzt sind, und Schildkröten, die in Übergangsterrarien oder Innen-Gehegen unter Fenstern platziert werden: Häufig entwickelt sich so eine Erkältung oder sogar Lungenentzündung. Zugluft ist also möglichst ganz auszuschließen, auch in unserer artgerechten Haltung im Frühbeet.

Ein Lamellenvorhang schützt vor Zugluft und Wärmeverlust im Frühbeet

Im Frühbeet kann man Wärmeverlust und Zugluft durch einen gutsitzenden, abnehmbaren Lamellenvorhang vorbeugen, der die warme Luft in der Übergangszeit und an kalten, nassen Sommertagen im Frühbeet hält. An warmen Tagen über 20 Grad Lufttemperatur kann dieser selbstverständlich entfernt werden.

Einen Lamellenvorhang kann man mit einfachen Mitteln selbst herstellen. Dazu benötigt man ein Stück Weich-PVC, das ungefähr doppelt so breit und hoch sein sollte, wie die Türöffnung. Damit hat man genügend Zuschnittmöglichkeiten, um die Türöffnung zuverlässig abzudecken. Reststücke von Weich-PVC sind günstig im Internet erhältlich.

Für adulte Tiere kann das Weich-PVC bis zu 3 Millimeter dick sein, für Jungtiere auch dünner. Daraus schneidet man sich gut überlappende Lamellen zu. Wichtig ist, die Lamellen zunächst noch nicht einzukürzen, dies macht man erst nach der Befestigung.

Die Lamellen sollten aus Weich-PVC bestehen und deutlich überlappen. Für Jungtiere kann es hilfreich sein, dünneres Weich-PVC zu verwenden, und die Lamellen unten leicht abzurunden, um den Durchgang zu erleichtern.

Je besser die Lamellen überlappen, desto höher ist der Schutz vor Wärmeverlust und Zugluft. Lamellen, die sich nur leicht überlappen, werden vom Wind oft aufgeweht.

Zwei schmale, flache Aluprofile dienen zum Fixieren der Lamellen, sie werden dazwischen einfach zusammengepresst und mit Schrauben oder Nieten zwischen den Profilen festgeklemmt. Für Jungtiere kann man die Lamellen unten ganz leicht abrunden, dies erleichtert ihnen den Durchgang.

Die sich deutlich überlappenden Lamellen werden zwischen 2 Aluprofilen eingeklemmt und mit Schrauben oder Nieten fixiert. Wenn man eine Aussparung in die Aluprofile sägt, kann man den Lamellenvorhang wie hier auf dem Bild zu sehen, in 2 Schrauben am Frühbeet-Deckel einhängen. Wird es im Frühbeet zu warm, wird der Lamellenvorhang so mit angehoben. Dies ist sinnvoll, um einem gefährlichen Hitzestau vorzubeugen. Der Vorhang kann bei dieser Befestigungsart mit einem Handgriff angebracht und entfernt werden.

Als sinnvoll hat sich die Befestigung am Frühbeetdeckel erwiesen. Man sägt am rechten und linken Ende Aussparungen in die Aluprofile, womit man den Vorhang leicht an 2 Schrauben im Frühbeetdeckel einhängen kann. Auf diese Art wird einem gefährlichen Hitzestau vorgebeugt, denn wenn der Deckelöffner den Deckel hochdrückt, wird auch der Lamellenvorhang mit angehoben. Außerdem kann man den Vorhang so mit einem Handgriff ein- und aushängen.

Es empfiehlt sich, die Lamellen erst nach dem finalen Befestigen am Frühbeetdeckel zuzuschneiden.

Am Saisonende sollte man den Vorhang mit Spülmittel einseifen, gründlich abspülen, und zum Beispiel mit Waffenöl einreiben. Dies erhält die Geschmeidigkeit des Weich-PVCs und schützt vor dem Brüchigwerden. Dann wird der Vorhang über den Winter trocken und frostfrei aufbewahrt.

Gelegentlich werden die Lamellenvorhänge gereinigt, gut abgespült und zum Trocknen ausgelegt. Dies erhält die Transparenz. Kleben die Weich-PVC-Lamellen aneinander, kann man sie mit Waffenöl einreiben, um sie wieder geschmeidig zu machen.