Sichere Heiztechnik für die artgerechte Haltung
Seit vielen Jahren bewähren sich elektrische Gewächshausheizungen in der artgerechten Warmhaltung Europäischer Landschildkröten, und sind ein unersetzlicher Bestandteil der Technik, um das mediterrane Klima im Frühbeet zu simulieren.
Mithilfe der Heizung bilden wir also die minimalen Tag- und Nachttemperaturen im natürlichen Habitat nach.
Das bedeutet: Die Temperaturen werden nach unten hin abgesichert. Dabei sollte stets auf eine nächtliche Temperaturabsenkung von 5-10 °C geachtet werden.

Funktion und Vorteile von Gewächshaus-Heizlüftern
Gewächshaus-Heizlüfter bringen Frühbeete und Gewächshäuser schnell und zuverlässig auf Temperatur. Sie wurden speziell für den Einsatz im Gewächshaus und Frühbeet entwickelt, sind oft spritzwassergeschützt und äußerst robust. Zudem können sie auch hängend betrieben werden, was die Unterbringung in kleinen Frühbeeten erleichtert.
Für die hängende Montage sollten Metallketten oder Edelstahl-Kabelbinder verwendet werden. Manche Halter platzieren die Heizung auch auf den Schlafhäusern oder Höhlen der Schildkröten. In diesem Fall sollte sicherheitshalber eine Steinplatte untergelegt werden.
Steuerung über ein externes Thermostat
Gewächshausheizer werden stets über ein externes, zuverlässiges Sondenthermostat gesteuert. Der Fühler des Thermostats wird auf Schildkrötenhöhe angebracht, um realistische Temperaturen zu erfassen.
Sehr bewährt hat sich hierbei das Biogreen Thermo 2 Thermostat, da es das einzige Thermostat auf dem deutschen Markt ist, das offiziell für die Verwendung im Frühbeet geeignet ist. Alle anderen Thermostate sind laut Hersteller nicht für diesen Einsatz vorgesehen.
Einsatzmöglichkeiten im Jahresverlauf
Mit einem Gewächshausheizer lässt sich auch eine Grubenüberwinterung unter dem Frühbeet zuverlässig absichern. Die Heizung sorgt dafür, dass kritische Minustemperaturen nicht unterschritten werden, und die Temperatur in der Grube auch in kalten Wintern zuverlässig auf 5-6 °C abgesichert wird.
Empfohlene Heizleistung
Für Standard-Frühbeete empfiehlt sich eine Heizleistung von 1000 bis 2000 Watt. Für größere Frühbeete und Gewächshäuser stehen leistungsstärkere Geräte ab 3 kW zur Verfügung.
Dabei sollte beachtet werden, dass eine höhere Leistungsfähigkeit der Laufruhe zugutekommt und somit auch der Lebensdauer des Geräts. Ungünstig ist der Einsatz eines leistungsschwachen Geräts, das dauerhaft laufen muss, um die gewünschte Temperatur zu erreichen, da dies zu Überhitzung und frühzeitigen Defekten führen kann.
Leistungsreserve statt Dauerbetrieb
Sinnvoller ist es, ein leistungsstärkeres Gerät zu wählen und die Leistung zu reduzieren. So bleibt eine Reserve, etwa für sehr kalte Frostnächte. Das Gerät springt dann nur zeitweise an, um die eingestellte Temperatur zu erreichen, und schaltet sich wieder ab, bis die Temperatur erneut absinkt.