Auf den Spuren der Schildkröten mit Elke Wallrapp

1.) Bahnhof Heidelberger Platz in Berlin
Schildkröten und deren Darstellungen finden wir fast überall in der Welt, in fast jedem Land und in fast jeder Stadt. Seit vielen Jahren „beglücke“ ich meine engsten Schildkrötenfreunde mit einem Kalender, der jeden Monat eine andere Schildkröte vorstellt.
Ich wurde immer wieder gefragt, warum ich nicht mehr Kalender produziere. Aber das war eine Zeit- und natürlich auch Kostenfrage.
Jetzt in der digitalen Welt ist dies kein Problem mehr.

2014, im Jahr der ersten Veröffentlichung als Schildkrötensafari in der Testudowelt, handelte mein Kalender von den Schildkröten Berlins. Es ist erstaunlich, wie viele Schildkrötendarstellungen es allein in Berlin gibt.
Nicht immer kann ich über das Objekt etwas erzählen, vor allen Dingen wenn es sich um eine Darstellung an einem Privathaus handelt.
Aber es es ist schön, zu wissen, dass es dieses Ornament gibt und es noch nicht durch die moderne Zeit (Umbau, Abriss, Renovierung etc.) zerstört wurde.
Und ich freue mich natürlich sehr, dass ich die Schildkröte entdeckt habe!

Die erste Schildkröte ist im S- und U-Bahnhof Heidelberger Platz zu finden.
Der Bahnhof wurde 1913 eröffnet und ist besonders prunkvoll gestaltet. Er sollte den Wohlstand der damals noch selbständigen Stadt „Wilmersdorf“ (einem damaligen Vorort von Berlin) zeigen.
Der Bahnhof ist gewölbeartig angelegt und einige Stützpfeiler sind auf der Bahnsteigmitte angeordnet.
Diese Pfeiler wurden in ihren vier Ecken jeweils mit eingemeißelten Tieren verziert, wie z. B. mit einer Schildkröte, die eine Echse auf Ihrem Panzer trägt.
Entworfen wurde der Bahnhof von Wilhelm Leitgebel, unterstützt wurde er von dem Bildhauer Martin Meyer-Pyritz.
Alle Rechte an Bildern und Text:
Elke Wallrapp, 2014

Mehr zu Elkes kulturellen Schildkröten-Exkursionen erfährt man im Artikel „Auf den Spuren der Schildkröten mit Elke Wallrapp„.