Alltop-Plexiglas

Warum Alltop das ideale Material für die Schildkrötenhaltung ist

Ein hochwertiges, mehrfach verlängertes Frühbeet der Firma Beckmann, komplett aus Plexiglas Alltop hergestellt. Die helle Grund-Beleuchtung wird durch hochwertige Reptilien LEDs mit hoher Lichtqualität erzeugt.

Es gibt viele verschiedene Hersteller von Gewächshäusern und Frühbeeten in unterschiedlichen Qualitäten. Handelsübliche Frühbeetkästen sind eigentlich für die Anzucht von Gemüse und Blumen gedacht – nicht für Schildkröten. Deshalb bestehen sie meist aus leicht bläulich gefärbtem Polycarbonat (PC). Für Pflanzen ist das okay, für unsere sonnenliebenden Reptilien aber ungeeignet, da wichtige Lichtanteile fehlen.

Für Schildkrötenhäuser empfiehlt sich stattdessen Acrylglas (PMMA), bekannt unter Namen wie Plexiglas oder Acrylglas. Dieses Material ist deutlich klarer, lässt mehr Licht durch und sorgt dafür, dass sich das Frühbeet besser erwärmt. Außerdem können wir unsere Tiere dadurch gut beobachten. Die Hohlkammerplatten, auch Stegplatten genannt, bestehen aus zwei Platten. Die obere Platte wird von mehreren Verbindungsstegen getragen, die auf der unteren Platte aufliegen. Dadurch entstehen geschlossene Luftkammern, die als Isolationsschicht wirken. Die darin eingeschlossene, ruhende Luft leitet Wärme deutlich schlechter als feste Materialien. Dadurch ist die Wärmedämmung von Stegplatten deutlich höher als bei einer Einfachverglasung. So kann der Heizenergieverbrauch gegenüber herkömmlichen, einfach verglasten Frühbeeten um rund 40 Prozent gesenkt werden.

Zwar ist Acrylglas teurer als das weiter verbreitete Polycarbonat, doch die Investition lohnt sich:

  • bessere Lichtausbeute
  • höhere Wärmeentwicklung
  • deutlich längere Lebensdauer

Wichtig zu wissen:
Nicht jedes Acrylglas lässt automatisch UV-Strahlung durch. Und genau diese UV-Strahlen brauchen Schildkröten für einen gesunden Stoffwechsel und den Panzeraufbau. Nur speziell UV-durchlässige PMMA-Sorten sind dafür geeignet. Diese speziellen Sorten lassen im UV-Bereich (insbesondere bei ca. 300 nm) eine sehr hohe UV-Strahlung durch, oft über 80-90 %. Zum Vergleich: Standard-Acrylglas oder normales Fensterglas absorbiert UV-Strahlung unter 300-350 nm fast vollständig.

👉 Die richtige Wahl für Schildkröten sind UV-durchlässige Acrylglas-Doppelstegplatten.
👉 Diese Qualität erkennt man zuverlässig an der Bezeichnung „Alltop„.

Wichtig für Schildkrötenhalter ist also, dass die Hohlkammerplatten, auch Stegplatten genannt, von Frühbeet oder Gewächshaus möglichst aus mindestens 16 mm dickem Alltop-Plexiglas gefertigt sind, da dieses Material als einziges einen Anteil UV-B-Strahlung durchlässt. Das macht Alltop zum idealen Material für Schildkröten-Frühbeete.

Plexiglas Alltop, hier im Beckmann Frühbeet mit Tür, bietet durch die Transparenz auch in der Übergangszeit
eine gute Möglichkeit, seine Tiere im Auge zu behalten.

Die Investition lohnt sich, da diese Frühbeete jahrzehntelang halten, denn Plexiglas ist bekannt für über 30-jährige Haltbarkeit.

Mit Alltop ausgestattete Frühbeete sind heller, und die darin befindlichen Tiere meist aktiver, vor allem in den lichtarmen Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst.

Zusätzlich kann man mit hochwertiger Grund-Beleuchtung mit LEDs zusätzlich zum UV-Spot die Aktivität der Schildkröten unterstützen.

Sollte man auf Alltop verzichten, so bleibt noch das günstiger erhältliche, bläuliche 16 mm Polycarbonat. Ein Kompromiss wäre, zumindest den Deckel aus Alltop-Plexiglas zu wählen, und die Seitenwände aus Polycarbonat.

Die Stegplatten sind nicht nur als Teil von Bausätzen oder Fertigfrühbeeten im Handel, sondern auch für den Selbstbau eines Frühbeetes frei erhältlich. Für den Zuschnitt empfiehlt es sich, stets neue Sägeblätter zu nehmen und gut die Schnittränder abzukleben, damit das Material nicht splittert. Alternativ kann man für Selbstbau-Projekte fertig auf Maß zugeschnittene Stegplatten erwerben.

Ein hochwertiges Profi-Gewächshaus mit Alltop an den Dachflächen und Polycarbonat an den Seitenwänden. Polycarbonat ist leicht an den schmaleren Stegen und der geringeren Transparenz zu erkennen.