Vortrag · Temperaturabsenkung und Kühlschrankstarre
Diese Seite begleitet meinen Vortrag „Temperaturabsenkung und Kühlschrankstarre“ zum Nachlesen und Weiterverlinken. Europäische Landschildkröten lassen sich nicht einfach „abschalten“. Im Mittelmeerraum kühlt der Herbst langsam ab – und genau diesen Takt geben wir im beheizten Frühbeet nach. Diese Seite fasst den gesamten Ablauf zusammen: vom Klima im Habitat über die vierwöchige Temperaturabsenkung bis zur sicheren Kontrolle während der Kühlschrankstarre.
1. Das Mittelmeerklima gibt den Takt vor
Unsere Europäischen Landschildkröten stammen aus den mediterranen Subtropen – einem Winter-Regen-Klima mit feuchten, milden Wintern und heißen, trockenen Sommern. In Griechenland bewegen sich die Durchschnittstemperaturen über das Jahr zwischen etwa 5 und 33 °C, in Deutschland zwischen 1 und 23 °C. Die Grundtemperaturen sind bei uns also generell zu niedrig. Dazu kommt das Licht: Athen erreicht rund 2.700 Sonnenstunden im Jahr, die Region Antalya rund 3.000 und Palma de Mallorca rund 2.850 – Nordrhein-Westfalen dagegen nur etwa 1.500 (Klimanormalperiode 1991–2020).
Aus diesem Jahresrhythmus aus Licht, Wärme, Trockenheit, Regen und Wind ergibt sich alles Weitere. Im Frühjahr starten Wärme und frische Wildpflanzen die Aktivität. Im Sommer werden Hitze, Trockenheit, Schatten und Mikrohabitate zentral. Der Herbst bringt Regen, eine zweite Vegetationsphase und die Vorbereitung auf die Starre. Der Winter ist die kühlere, feuchte Phase – bei Testudo die Grundlage der Winterstarre. Im Habitat dauert sie etwa 12 Wochen, von Dezember bis März. Technik in kühleren Regionen soll deshalb Sonnenbaden, warme Mikroklimata, Rückzug, Trockenphasen und eine sichere Winterstarre ermöglichen.
Ende Oktober: Habitat und Deutschland im Vergleich
| Region | Tag | Nacht | Spanne |
|---|---|---|---|
| Griechenland – THB, Platamonas | 21 °C | 12 °C | 7–24 °C |
| Korfu – TM | 19 °C | 16 °C | 14–22 °C |
| Mallorca – THH, Pollença | 20 °C | 14 °C | 9–26 °C |
| Türkei – TGI, Marmaris | 28 °C | 15 °C | 11–33 °C |
| Braunschweig – Oktober | 13,8 °C | 7,1 °C |
Im Habitat beginnt die Absenkung erst Ende Oktober bis Anfang November – sobald es weniger als 150 Sonnenstunden im Monat gibt, die Tagestemperaturen unter 20 °C und die Nächte unter 15 °C fallen. Bei uns kühlt es viel früher und schneller ab. Ohne Technik würden unsere Tiere zu früh und zu abrupt in eine zu lange Ruhephase gezwungen.
Klimadaten mit Bedacht nutzen: Wetterstationen messen in 2 m Höhe im Schatten – nicht auf Schildkrötenhöhe am Boden. Wegen des hohen Kalksteingehalts ist der Boden im Mittelmeerraum meist mehrere Grad wärmer, teils bis zu 10 °C. Wo verfügbar, sind Bodentemperaturen deshalb aussagekräftiger.
2. Warum nicht von heute auf morgen?
Die Tiere sind keine Maschinen, die wir abschalten. Wer die Heizung einfach ausmacht oder die Schildkröte ins warme Haus holt, erzeugt genau den Zustand, den wir vermeiden wollen.
Der Körper stellt sich langsam um
Die Starre wird hormonell eingeleitet: Die Zirbeldrüse registriert die kürzeren Tage, die Schilddrüse drosselt den Stoffwechsel – über mehrere Wochen (Olvera-Maneu et al. 2024).
Verdauen braucht Wärme
Futter im Darm muss vollständig verdaut, Kot und Urat müssen abgesetzt werden. Das gelingt nur mit Wärme – ohne Sonnenplatz steht die Verdauung still.
35 °C bis zuletzt
Bis zum Schluss müssen sich die Tiere selbst auf ihre Vorzugstemperatur von etwa 35 °C bringen können: Sonnenplatz mindestens 5 Stunden täglich, 35 °C auf Panzerhöhe.
Gefahr: Dämmerzustand
Weder warm genug für Aktivität noch kalt genug für echte Starre: Der Stoffwechsel läuft weiter, Reserven werden verbraucht – Leberschäden, Austrocknung und Verhungern drohen.
Echte Kältestarre stellt sich erst bei Temperaturen dauerhaft unter 8 °C ein. Stoffwechsel und Muskelaktivität nehmen ab, Herzschlag und Atmung werden auf ein Minimum reduziert. Die Starre ist wichtig für Immunsystem, Wachstum, Hormonhaushalt und Lebenserwartung. Der Zielbereich liegt bei 4,5 bis 7 °C. Nach unten gibt es eine klare Grenze: 4 °C dürfen nicht unterschritten werden – 3,7 °C waren für Maurische Landschildkröten der Unterart THH tödlich (Bonin et al. 2007). Auch Jungtiere starren von Anfang an, und zwar genauso lange wie adulte Schildkröten.
3. Der Fahrplan im Überblick
Der Ablauf ist für Kühlschrank- und Grubenüberwinterung gleich. Herunterfahren und die ersten 1–2 Wochen Starre finden immer im beheizten, abgesicherten Frühbeet statt. Erst danach unterscheiden sich die beiden Methoden.
- Sept. – Ende Okt.Aktiv bleibenMediterraner Spätsommer: nachts etwa 20 °C, tags 25–27 °C (Maurische Landschildkröten 2–3 °C mehr).
- Ende Okt. – Ende Nov.Absenkung über etwa 4 WochenHöchstens −1 °C pro Tag, Sonnenplatz von 8 auf 5 Stunden, immer 35 °C auf Panzerhöhe.
- Ende Nov. – Anfang Dez.1–2 Wochen Starre im FrühbeetDauerhaft unter 8 °C, Zielbereich 5–6 °C, nie unter 4 °C.
- um NikolausEinwinterungIn den Kühlschrank (4,5–7 °C) oder die gesicherte Grube – nur fest starrende Tiere.
Wichtig: Ein Tier, das sich im Oktober eingräbt, ruht nur – es starrt noch nicht.
4. Woche für Woche zur Starre
Das Beispiel beginnt Ende Oktober. Wir senken Tag- und Nachttemperaturen sowie die Sonnenstunden über vier Wochen, bis Starretemperaturen erreicht sind. Maurische Landschildkröten (TGI) aus südlichen Herkunftsgebieten fahren wir dem Ursprungsklima folgend etwas langsamer herunter – bei ihnen wird zunächst nur die Nacht abgesenkt.
| Woche | Griechische Nacht / Tag | Maurische (TGI) Nacht / Tag | Sonnenplatz Griech. / Maur. | Phase |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 14 / 19 °C | 14 °C / noch warm | 8 h / 8 h | Absenkung |
| 2 | 10 / 15 °C | 15 / 20 °C | 7 h / 7 h | Absenkung |
| 3 | 5 / 11 °C | 10 / 16 °C | 6 h / 7 h | Absenkung |
| 4 | 5–6 °C | 5 / 11 °C | 5 h / 6 h | Absenkung |
| 5 | 5–6 °C | 5–6 °C | 5 h* / 5 h* | Starre im Frühbeet |
| 6 | 5–6 °C | 5–6 °C | bis 5 h* / bis 5 h* | Starre im Frühbeet |
Höchstens −1 °C pro Tag · Sonnenplatz immer 35 °C auf Panzerhöhe · *Lampe erst aus, wenn alle Tiere eine Woche inaktiv sind · Einwinterung nach 1–2 Wochen dauerhaft unter 8 °C
Die Tiere fressen weniger, ruhen länger und reagieren träger auf Licht. Sie trinken mehr und setzen mehr Kot und Urat ab – Leber und Nieren werden entlastet. Futter und Wasser bleiben frei verfügbar. Entwurmte Tiere halten wir noch einige Wochen sommerlich warm. Wir senken um höchstens 1 °C pro Tag und reduzieren täglich eine Sonnenstunde, bis 8 Stunden erreicht sind.
Die Aktivität ist jetzt sehr unterschiedlich: Manche Tiere fressen noch, viele ruhen. Das Verhalten der Tiere bestimmt das Tempo. Futter und Wasser bieten wir an, bis sich alle komplett zurückgezogen haben. Gesunde Tiere baden wir nicht – außer auf reptilientierärztlichen Rat. Im Habitat fallen die Temperaturen erst jetzt deutlich, und wir folgen diesem Takt.
Die Tiere werden langsamer, manche graben sich ein. Trotzdem sonnen oder baden sie noch – auch nach mehreren Ruhetagen. Rückzug bedeutet nicht Kältestarre, sie ruhen nur. Kein Zwangsbad, kein Futterentzug. Jetzt noch nicht einwintern: Zu frühes Umsetzen ist einer der häufigsten Anfängerfehler.
Wir messen die Temperatur am Tier: Sonde in der Erde, Laser am Panzer, Thermometer auf Tierhöhe. Nie unter 4 °C. Die Lampe bleibt an, solange gesonnt, gebadet oder gefressen wird – aus erst, wenn alle Tiere mehrere Tage, besser eine Woche inaktiv sind. Ein separater Temperaturalarm ist dringend empfohlen.
Ab dauerhaft unter 8 °C am Tier warten wir mindestens eine, besser zwei Wochen ab. Nur fest starrende Tiere werden eingewintert, wache Tiere bereiten sich weiter im Frühbeet vor. Südliche Maurische dürfen langsamer heruntergefahren werden. Lieber zu spät umsetzen als zu früh.
Einzelne Tiere tauchen noch einmal auf, sonnen, baden oder setzen Kot und Urat ab – das ist normal. Wir greifen nicht ein und lassen die Tiere ihr Tempo gehen. Die Heizung braucht ausreichend Leistung, die Hysterese muss passen, Reservetechnik liegt bereit. Es reicht nicht, sich auf das Thermostat zu verlassen: Entscheidend ist die Temperatur am Tier.
5. Die Tiere bereiten sich selbst vor
Wenn wir die richtigen Parameter anbieten, bereiten sich die Tiere komplett selbstständig auf die Starre vor. Sie wissen selbst am besten, wann sie fressen, sonnen oder baden – wir müssen nur die Bedingungen dafür schaffen.
Bis zuletzt möglich
- Futter aufnehmen
- sich sonnen – 35 °C auf Panzerhöhe
- baden, wenn sie es möchten
- Kot und Urat absetzen
Nicht nötig – und überholt
- Zwangsbaden zum „Leerbaden“
- Futterentzug oder Fasten
- Heizung und Licht abrupt abschalten
- Tiere ins warme Haus holen
Im Frühbeet steht eine Bademöglichkeit bereit, gebadet wird aber nicht zwangsweise. „Leergebadete“ Tiere neigen nach der Starre zu Anlaufproblemen wie posthibernaler Anorexie, weil die Darmflora leidet. Solange ein Tier sonnt und frisst, bleibt der Sonnenplatz 5 Stunden täglich in Betrieb. Ausnahme: Baden auf reptilientierärztliche Anweisung.
Gesund in die Starre
Vor der Starre gehören eine Kotuntersuchung auf Darmparasiten und ein Vor-Starre-Checkup bei einer reptilientierärztlichen Praxis dazu – besonders bei Tieren, die zum ersten Mal bei uns starren oder aus schlechter Haltung stammen. Eine Kältestarre erfolgt nur in Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt. Nach einer Entwurmung muss das Tier noch 6 Wochen hochsommerlich warm gehalten werden.
6. Parallel: den Kühlschrank vorbereiten
Während die Tiere im Frühbeet abgesenkt werden, fahren wir den Kühlschrank ein. Wer noch keinen hat, besorgt ihn jetzt.
Vollraum-Kühlschrank
Ohne Gefrierfach oder Gefrierabteil, kein No Frost. Je größer das Gerät, desto konstanter die Temperaturen. In Geräten mit Gefrierteil kann bei einem Defekt in kurzer Zeit alles durchfrieren.
Beheizter Raum ab 16 °C
Keine Garage, kein Gartenhaus, kein unbeheizter Keller – sonst regelt das Thermostat unzuverlässig. Rückseite prüfen, Wasserablauf freihalten, Gerät gründlich reinigen.
Stabile Boxen
Jedes Tier starrt einzeln in einer Kunststoffbox, in der es sich bequem umdrehen kann. Die passenden Deckel werden ausgesägt und mit einem Gitter versehen – für Luftaustausch und als Schutz gegen Herausfallen. Gemeinsam gehaltene Schlüpflinge können eine Box teilen.
Substrat und Laub
Drei Panzerhöhen lockere, gesiebte Gartenerde oder Schildkrötenerde, darüber ebenso viel Laub von Buche, Hainbuche oder Eiche. Es ist formstabil, isoliert, klebt nicht und schimmelt nicht. Sand reizt die Augen und gehört nicht hinein.
Warum kein Sphagnum-Moos für Anfänger? Es ist meist viel zu feucht. Das führt zu Verdunstungskälte, Raureif direkt am Tier und Temperaturstürzen im Kühlschrank. Laub ist die sichere Wahl – nasses Laub lassen wir vorher im Wäschekorb antrocknen.
Einfahren ohne Tiere
Der Kühlschrank kommt in den beheizten Raum und startet auf der wärmsten Stufe. Dann räumen wir die vorbereiteten Boxen mit Erde und Laub ein und regeln allmählich auf 4,5–7 °C ein. Gemessen wird immer hinten in den Boxen, dem kältesten Bereich: per Sonde im Substrat unterm Laub und ohne Sonde im unteren Laubbereich. Temperaturen außerhalb der Boxen sind irrelevant. Wir notieren täglich Minimum und Maximum in allen Boxen und setzen die Werte zurück. Nach einer Woche zeigt sich ein stabiler Verlauf. Alle Einstellungen an Kühlschrank und Not-Aus erfolgen grundsätzlich ohne Tiere – Änderungen in 0,1-°C-Schritten, dann einige Tage beobachten.
Die Lebensversicherung: das Not-Aus
Ein Not-Aus-Thermostat wie das UT300 schaltet den Kühlschrank ab, bevor es zu kalt wird. Sein Sensor steckt in der kältesten Box hinten unterm Laub leicht im Substrat. Die AUS-Temperatur liegt 0,2 °C unter der ermittelten Minimaltemperatur – AUS nie unter 4,3 °C, EIN nie über 5,8 °C. Im Idealfall ist der Kühlschrank so gut eingestellt, dass das Not-Aus nie eingreifen muss. Zum Abgleich lassen wir es zunächst mitlaufen, ohne den Kühlschrank einzustecken.
| Absenkung | Kühlschrank parallel |
|---|---|
| Woche 1–2 | besorgen, reinigen, aufstellen |
| Woche 3 | mit Boxen einfahren, Min/Max täglich notieren |
| Woche 4 | alle Ebenen bei 4,5–7 °C |
| Woche 5–6 | nach einer stabilen Woche Not-Aus mitlaufen lassen |
| um Nikolaus | fest starrende Tiere einwintern |
7. Die Einwinterung
Ganz wichtig: Kein Tier wird eingewintert, bevor es nicht mindestens 1–2 Wochen im Frühbeet fest bei dauerhaft unter 8 °C gestarrt hat.
Die Tiere bleiben an Ort und Stelle, bis sie sich fest in der Winterstarre befinden. Wer noch guckt, starrt nicht. Schildkröten sind ortstreu und empfindsam: Wach oder nur ruhend umgesetzte Tiere erleben großen Stress, geraten in Panik und wachen im Kühlschrank auf – die „erzwungene“ Starre scheitert fast immer. Die Tiere sollen vom Umsetzen nichts mitbekommen, und im Frühjahr kehren sie ebenso fest starrend und stressfrei ins Frühbeet zurück. Bleibt eine Schildkröte trotz dauerhafter Starretemperatur wach, lassen wir die Ursache abklären.
Woran wir feste Starre erkennen
Das Tier erwacht nicht beim Checkup und Wiegen, bewegt sich nur ganz leicht wie in Zeitlupe und hält die Augen fest geschlossen. Zuletzt senken wir im Frühbeet auf 5 °C ab – umgesetzt wird meist um Nikolaus.
Gesundheits- und Gewichtskontrolle
Vor dem Umsetzen wiegen wir jedes Tier und notieren das Ausgangsgewicht. Panzer, Nase, Schnabel, Augen und Kloake prüfen wir auf Schleim, Ausfluss und Rötungen, die Gliedmaßen auf Schwellungen. Nur unauffällige Tiere werden eingewintert. Der Abschlusscheck: Läuft der Kühlschrank stabil und abgesichert? Sitzt der UT300-Sensor richtig? Sind die Tiere gesund und fest in Starre? Dann kann sicher eingewintert werden.
So läuft die Einwinterung ab
- Raum gut herunterkühlen.
- Boxen einzeln herausnehmen, Laub entfernen und eine kleine Kuhle formen.
- Gesundheitscheck und Wiegen bei gedämpftem Licht.
- Das Tier in die Kuhle setzen – Kopf und Vorderbeine leicht erhöht.
- Rückenpanzer mit Erde bedecken und bis oben hin Laub auffüllen.
- Gitterdeckel befestigen, Box vorsichtig einschieben, nicht anstoßen. Zwischendurch die Kühlschranktür schließen.
- Weiter hinten im Substrat messen; der Not-Aus-Sensor bleibt in der kältesten Box – Sitz prüfen.
8. Kontrollen während der Kühlschrankstarre
Nach der Einwinterung bleibt der Kühlschrank zwei Tage geschlossen. Danach lüften wir alle zwei Tage für etwa 10 Sekunden – kleine und voll belegte Geräte täglich. Lieber häufiger kurz lüften. Ein Temperaturalarm überwacht die Werte. Alle zwei Wochen fühlen wir die Erde unterm Laub: Sie soll leicht feucht, aber nicht nass sein. Ist sie zu trocken, sprühen wir seitlich wenig aufs Laub. Zu starkes Befeuchten kann einen Temperatursturz auslösen.
Alle vier Wochen wird gewogen und kurz kontrolliert, im letzten Drittel der Starre alle zwei Wochen. Wir notieren das Gewicht mit Datum und prüfen Sichtbild, Bewegung und Geruch: Reagiert die Schildkröte auf Berührung wie in Zeitlupe? Sind Nase, Maul und Augen unauffällig? Die Auswinterung folgt nach etwa 12 Wochen, bei großen adulten Tieren nach höchstens 16 Wochen.
Wann vorzeitig auswintern? Wenn das Tier wach ist, Atemgeräusche hat oder mit offenem Schnabel sitzt, bei Rötungen, Ausfluss oder Schwellungen, bei einem Gewichtsverlust von mehr als 1 % pro Monat und bei technischen Problemen.
Bei Aktivität trotz Starretemperatur, Rötungen, Schwellungen, Ausfluss oder offenem Schnabel stellen wir das Tier in seiner Starrebox in einen kühlen Raum und besprechen mit der reptilientierärztlichen Praxis, auf welche Temperatur es hochgefahren wird. Bei leichten Auffälligkeiten setzen wir das Tier zunächst zurück in den Kühlschrank und schicken ein Foto an die Tierärztin oder den Tierarzt.
Weiterlesen auf Taschendinos
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- Rund ums Schildkrötenjahr
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- Starre in Kühlschrank und Grube
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- Einfahren des Kühlschranks ohne Tiere
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- Einwinterung in den Kühlschrank – Schritt für Schritt
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- Taschendinos-Handbuch Kühlschrank-Überwinterung
Quellen: Olvera-Maneu et al. (2024) · Bonin et al. (2007): Encyclopedia of Turtles · Klimadaten: DWD, Umweltministerium NRW, MGM Türkei, HNMS/EMY Griechenland (Klimanormalperiode 1991–2020) · Monatswerte Habitat: iten-online.ch, wetter24.de.
Diese Seite basiert auf dem Vortrag „Temperaturabsenkung und Kühlschrankstarre“ von Frauke Hustinx im 79. Livechat der Starregruppe. Mit herzlichem Dank an alle Admins der Starregruppe für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement – und allen Schildkröten eine sichere Winterstarre!
